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Schaffung von Wohnraum hat Priorität – Mehrfamilienhaus genehmigt

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Teisendorf: Schaffung von Wohnraum hat Priorität – Mehrfamilienhaus genehmigt
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Auf diesem Eckgrundstück an der Kreuzung Schlesien-/Sudetenlandstraße soll inmitten eines eng bebauten Gebiets ein Mehrfamilienhaus mit sieben Wohnungen entstehen. Der Bauausschuss stimmte unter Auflagen zu. (Foto: Konnert)

Teisendorf – Mit zwei kurzen Informationen zu geplanten Änderungen bei Bebauungsplänen der Gemeinde Saaldorf-Surheim begann die erste Bauausschusssitzung der Marktgemeinde nach den Kommunalwahlen. Da von den Bauleitplanungen die Belange des Markts Teisendorf nicht direkt betroffen sind, wurden keine Stellungnahmen abgegeben.


Alois Stadler (CSU) merkte aber an, dass er eine gewisse Solidarität zwischen den Gemeinden bei der Ausweisung von interkommunalen Gewerbeflächen vermisse. Es wäre wünschenswert, dass alle Kommunen bei Bauleitplanungen auch diesen Aspekt im Auge behielten, sodass die Lasten bei der Ausweisung von Gewerbeflächen gleichmäßig verteilt würden.

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Positiv gesehen wurde ein Vorbescheid zur Erweiterung eines Wohnhauses im Ortsteil Endorf. Dort soll eine zweite Wohnung eingebaut werden, die der Antragsteller mit seiner Familie nutzen will. Die Wohnung im Erdgeschoß wird weiter von den Eltern des Antragstellers bewohnt werden. Zur Umsetzung soll auch eine Garage aufgestockt werden. Gegen das Vorhaben bestanden keine Einwände.

Ähnlich ist die Ausgangslage beim Einbau einer zweiten Wohnung in ein Haus in Mehring. Auch diese zweite Wohnung soll von Familienangehörigen genutzt werden. Um die Abstandsflächen im Norden einhalten zu können, wurde eine Teilfläche vom Nachbarn dazu gekauft. Das Vorhaben ist innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile in Mehring und da es sich in die Eigenart der Umgebung einfügt, zulässig. Das gemeindliche Einvernehmen wurde einstimmig hergestellt. Auch eine weitere Erweiterung in Mehring wurde einstimmig befürwortet.

Zugestimmt wurde auch dem Bau eines Carports in Stegreuth. Das Vorhaben ist verfahrensfrei, die Nachbarn haben zugestimmt.

Deutlich mehr Diskussionen gab es bei einem Bauvorhaben an der Schlesienstraße. Dort soll ein Einfamilienhaus abgerissen und ein Neubau mit sieben Wohnungen gebaut werden. Das Vorhaben ist in einem allgemeinen Wohngebiet ohne Bebauungsplan. Die Nachbarschaft ist geprägt von Ein- und Zweifamilienhäusern. Nur westlich des Grundstücks – allerdings von diesem seitlich klar getrennt durch andere Zweifamilienhäuser – ist das Gebäude der Baugenossenschaft »Selbsthilfe Salzach-Kreis« mit mehreren Wohnungen.

Das Einfügungsgebot in die Eigenart der näheren Umgebung ist nicht einzuhalten. Denn das betroffene Vorhaben soll 521 Quadratmeter Wohnfläche haben, aufgeteilt auf sieben Wohnungen. Die durchschnittliche Wohnfläche der benachbarten Gebäude liegt bei 220 Quadratmetern.

Die 14 erforderlichen Stellplätze wurden nachgewiesen – elf davon werden in einer Tiefgarage sein. Die große Zahl von Wohnungen wird auch mehr Verkehr an der Sudetenland- und Schlesienstraße nach sich ziehen. Die Parksituation dort ist bereits jetzt auch aufgrund der engen Straße ohne Gehsteig angespannt.

Der Bau- und Umweltausschuss war sich einig, dass das Bauvorhaben wichtig sei zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum, hatte aber große Bedenken, ob sich das Vorhaben in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt.

Außerdem bestanden erhebliche Bedenken bei der Dachgestaltung mit Quergiebel und Dachgauben sowie bei der weiteren Verschärfung der ohnehin angespannten Parksituation. Deshalb müsse sichergestellt werden, dass die Stellplätze zwingend bei den Wohnungen bleiben und nicht einzeln verkauft werden können. Zudem sei eine Nutzung als Zweit- oder Ferienwohnungen auszuschließen.

Nach intensiver Diskussion hat der Ausschuss das gemeindliche Einvernehmen hergestellt und sich damit für die Priorität der Schaffung von neuem Wohnraum gegenüber dem Einfügegebot entschieden. Dem Gremium ist bewusst, dass sich dieser Entschluss auch auf die Nachbargebäude hinsichtlich der Schaffung von mehr Baurecht auswirken kann.

Gleichzeitig wurde der Beschluss mit folgenden Zusätzen versehen, die als Auflagen in die Baugenehmigung aufgenommen werden sollen: Eine Nutzung als Zweitwohnsitz oder Ferienwohnung ist nicht zulässig und die je zwei Stellplätze pro Wohnung müssen zwingend den einzelnen Wohnungen zugeordnet sein und können nicht an andere verkauft werden. Der Markt Teisendorf kann eine entsprechende grundbuchrechtliche Sicherung einfordern. kon