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Schalke als Vizemeister zurück in Champions League

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FC Augsburg - FC Schalke 04
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Schalkes Yevhen Konoplyanka und Naldo (M) beobachten den Treffer zum 2:1. Foto: Stefan Puchner Foto: dpa

Die Königsblauen sind die Nummer eins im Revier - und zurück in der Champions League. Und das sogar als Vizemeister. Schalke 04 um seinen Trainer-Jüngling Tedesco ist im Glücksrausch. Der FC Augsburg ärgert sich über das 1:2 vor heimischem Publikum.


Augsburg (dpa) - Nach der Rückkehr in die Königsklasse tanzten die Schalker Vizemeister ausgelassen über den Rasen in der Augsburger Arena.

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Etwas mehr als drei Jahre nach dem hauchdünnen Aus gegen Real Madrid im Achtelfinale der Champions League sicherten sich die Königsblauen am vorletzten Bundesliga-Spieltag dank eines 2:1 (2:1) beim FCA vorzeitig das Ticket für das Millionenspiel.

Nach dem Wirbel um die Suspendierung von Max Meyer krönten die Schalker als erster Verfolger von Dauermeister FC Bayern München die Premierensaison ihres jungen Trainers Domenico Tedesco. »Wir sind sehr sehr glücklich für die Mannschaft, für die Spieler und für die Fans«, resümierte der erst 32-Jährige, der seine Mannschaft für »Leidenschaft und Herz« lobte.

Der Revierverein profitierte am Samstag auch vom Ausrutscher von Rivale Borussia Dortmund, der mit 1:2 gegen den FSV Mainz 05 patzte. Vor dem Bundesliga-Finale ist Schalke Platz zwei nicht mehr zu nehmen - Dortmund hat als Dritter uneinholbare fünf Punkte Rückstand.

»Viel mehr können wir nicht erreichen. Das ist wie eine gefühlte Meisterschaft, auch wenn es dafür keine Schale gibt«, sagte Manager Christian Heidel. »Wir haben in dieser Saison geliefert.« Die Champions League sei nun das »Sahnehäubchen«.

Vor 30.660 Zuschauern zeigten sich die Schalker sehr zielstrebig. Mit einem Doppelpack sorgte Thilo Kehrer (23. Minute, 34.) für den 17. Saisonsieg der Gäste. Philipp Max (27.) konnte für die Augsburger nur zwischenzeitlich ausgleichen.

»Dass wir die drei Punkte nicht hierbehalten, ist extrem ärgerlich«, sagte Trainer Manuel Baum, der die Schiedsrichterleistung kritisch sah. In einer emotionalen Rede auf der Pressekonferenz bedankte er sich noch beim Verein für den Rückhalt in dieser Saison und war sichtlich den Tränen nahe.

Der Auftakt in Augsburg war noch beschaulich. Der FCA verabschiedete unter Applaus der eigenen Fans und mit einem Blumenstrauß Torwart Marwin Hitz und Defensiv-Allrounder Gojko Kacar, die den Verein im Sommer verlassen. Dann bekamen die Zuschauer ordentlich was geboten.

Schon in der vierten Minute hätten die Hausherren, für die Offensiv-Fixpunkt Michael Gregoritsch trotz Adduktorenproblemen auflief, in Führung gehen können. Alfred Finnbogason nutzte eine Unstimmigkeit zwischen Kehrer und Keeper Ralf Fährmann im Sechzehner der Schalker. Der Isländer schoss aus spitzem Winkel, der Ball rollte auf der Torlinie entlang, prallte aber an den Innenpfosten.

Noch vor der Pause bekamen die Fans in einem kuriosen Spiel drei Treffer nach Standards zu sehen. Nach einem Freistoß von Daniel Caligiuri konnten die Augsburger im eigenen Strafraum nicht klären. Guido Burgstaller legte auf Kehrer vor, der das Schalker 1:0 markierte. Nur vier Minuten später schlug der FCA zurück. Nach einem Foul von Benjamin Stambouli an Marco Richter führten die Augsburger den Freistoß schnell aus, Max glich mit einem wuchtigen Schuss aus.

Kurz darauf hätten die Gäste erhöhen können. Jewgeni Konopljanka (32.) traf aus spitzem Winkel aber nur den Pfosten, sein Teamkollege Franco di Santo war im Nachsetzen zu überrascht. Im 350. Bundesligaspiel von Abwehrchef Naldo legten die Schalker dennoch das 2:1 noch vor der Pause vor. Eine Ecke von Caligiuri verarbeitete Kehrer mit dem Kopf, Finnbogason war noch leicht am Ball.

Sowohl die Augsburger, die sich von ihren Fans gebührend verabschieden wollten, als auch Schalke ließen auch nach der Pause nicht nach. Leon Goretzka (53.) und Konopljanka prüften Hitz, der Schweizer war aber auf dem Posten. Auf der Gegenseite wurde das vermeintliche 2:2 von Marco Richter (56.) wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen. Die tapferen Fuggerstädter drückten indes weiter, die Schalker blieben bei Kontern jedoch gefährlich und starteten nach Abpfiff noch in der Kabine ihre Vize-Party.

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