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Schildenfeld geht von Frankfurt nach Moskau

Frankfurt/Main (dpa) - Der Wechsel von Gordon Schildenfeld zu Dynamo Moskau ist in trockenen Tüchern und verschafft Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt neuen finanziellen Spielraum bei der Suche nach Verstärkungen.

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Der Kroate Gordon Schildenfeld wechselt zum russischen Erstligisten Dynamo Moskau. Foto: epa Foto: dpa

Kroatiens Nationalverteidiger unterschrieb am Donnerstag in der russischen Hauptstadt einen Dreijahresvertrag und wird damit neuer Kollege des Ex-Schalkers Kevin Kuranyi. Dies teilte der russische Erstligist auf seiner Internetseite mit.

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Laut Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen war der Transfervertrag bis Donnerstagmittag zwar noch nicht unterschrieben. «Aber es wird wohl so kommen», sagte Bruchhagen der Nachrichtenagentur dpa.

Rund 2,5 Millionen Euro spült Schildenfelds Wechsel in die Eintracht-Kasse. Das Geld benötigen die Hessen dringend, denn derzeit geht es auf dem Transfermarkt nicht voran. Vor allem in der Innenverteidigung besteht nach dem Abgang des Kroaten, der bei der EM in Polen und der Ukraine in allen drei Gruppenspielen in der Startelf stand, akuter Handlungsbedarf. Derzeit ist mit Heiko Butscher nur ein gelernter zentraler Abwehrspieler im Kader.

Trainer Armin Veh schlug deshalb dieser Tage im Trainingslager im österreichischen Windischgarsten Alarm. «Das geht so nicht. Ohne Abwehr gewinnst du nicht. Wir brauchen noch drei Innenverteidiger. Und eines ist klar: Wenn wir das nicht hinbekommen, ist das Harakiri.»

Er nahm die Vereinsführung in die Pflicht, die durch den Wiederaufstieg erzeugte Euphorie nicht verpuffen zu lassen. «Es ist kein Kompromiss zu sagen, wir wursteln uns jetzt mal bis Dezember durch», erklärte Veh. «Ich muss Ideen haben, wo ich hinkommen will. Ich verlange ja keine utopischen Dinge. Ich verlange nur, was notwendig ist.»

Bislang haben die Hessen sieben Neuzugänge für rund 4,5 Millionen Euro verpflichtet. Damit ist der Finanzrahmen laut Bruchhagen ausgeschöpft. «Wir müssen erst ein bisschen verkaufen, um uns weiter zu ergänzen», erklärte der Eintracht-Boss.

Mit dem Schildenfeld-Transfer ist der erste Schritt gemacht. Sportdirektor Bruno Hübner bemüht sich seit Wochen um eine erneute Ausleihe des Mönchengladbachers Bemba Anderson, der die Abwehr in der vergangenen Zweitligasaison zusammengehalten hatte. Angeblich soll die Eintracht auch an Pedro Geromel vom Absteiger 1. FC Köln interessiert sein.

Bruchhagen reagierte zumindest gelassen auf die Forderungen des Trainers: «Die Botschaft aus dem Trainingslager ist doch immer die gleiche. Er hat gesagt, er macht den Job schon 22 Jahre. Ich bin noch länger dabei. Wir werden eine gute Mannschaft zusammenstellen.»

Dynamo-Mitteilung/russisch