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Schleching: Hobby-Archäologe war erfolgreich

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Schleching
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Stolz zeigt Emil Huber seine Funde. (Foto: Wunderlich)

Schleching – Emil Huber, Hobby-Archäologe aus Schleching, sucht schon seit 30 Jahren im Achental nach Stücken aus der Vergangenheit. Und er ist schon sehr oft mit seiner Suchsonde fündig geworden – so auch in diesem Sommer.


Unter einer Steinplatte lag das Fragment eines kalottenförmigen Gusskuchens. Er wiegt rund 550 Gramm und ist 15,5 mal 8,5 Zentimeter groß. Der Gusskuchen besteht aus einer Legierung von 90 Prozent Kupfer und 10 Prozent Zinn und ist damit härter als reines Kupfer. Durch die Fundlage unter einer Steinplatte könnte man von einer bewussten Deponierung sprechen. Möglicherweise war es ein Dank an die Götter oder einfach nur ein Versteck.

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Rein optisch ist auch der zweite Fund spektakulär. Es handelt sich um eine Widerhakenpfeilspitze aus Bronze, 5,8 mal 1,8 Zentimeter groß, und zwei Armringe aus Bronze, die mit Strichgruppen verziert sind. Außerdem fand Emil Huber mit der Sonde noch 13 Fragmente von Gusskuchen aus Rohbronze. Der Schlechinger meldete die Funde zur Datierung an das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege in München. Die Stücke stammen aus der Zeit der Frühbronze bis Urnenfelderzeit, also etwa aus der Zeit zwischen 950 bis 800 vor Christi.

Hobbyarchäologe Emil Huber will seine Funde, die derzeit noch in seinem Privatmuseum lagern, im nächsten Jahr auch der Öffentlichkeit zugänglich machen. Sie sollen dann in dem im Bau befindlichen Museum in Unterwössen ausgestellt werden. wun