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Schleierfahnder schnappen international gesuchten Rumänen

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Foto: dpa/Symbolbild

Nur für wenige Stunden stand er auf der Suchliste des Fahndungssystems, dann klickten für einen 23-jährigen Rumänen auch schon die Handschellen der Schleierfahnder. Wegen des dringenden Tatverdachts an einer schadensträchtigen Einbruchserie beteiligt zu sein, hatten die österreichischen Justizbehörden einen „Europäischen Haftbefehl“ erlassen und den Osteuropäer auf die Fahndungsliste gesetzt.


Am Donnerstagnachmittag gegen 15 Uhr hielten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein einen vollbesetzten bulgarischen VW Passat an der Autobahnausfahrt Piding-Nord an. Nachdem die ausländerrechtliche Überprüfung bei allen Insassen ohne Beanstandungen verlief, spuckte der Polizeicomputer für den Fahrer zuerst eine nationale Fahndungsnotierung zur Aufenthaltsermittlung von der Staatsanwaltschaft Münster wegen Betrugs aus. 

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Der nächste Treffer – ein österreichischer EU-Haftbefehl – hatte für dem Südosteuropäer weitaus gravierende Folgen. Aufgrund des aktuellen „Festnahmeersuchens zur Auslieferung“ vom 02.02.2017 verbrachten ihn die Fahnder in die Arrestzelle, führten ihn am folgenden Tag dem zuständigen Ermittlungsrichter vor und lieferten ihn schlussendlich in die nächste Justizvollzugsanstalt ein. Bei der ihm zur Last gelegten „Serie“, handelt es sich um mindestens 32 Einbruchsdiebstähle mit einem geschätzten Gesamtschaden von über 300 000 Euro. 

Das weitere und sicherlich einige Zeit in Anspruch nehmende Auslieferungsverfahren wird von der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft in München betrieben.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein