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Schlossplatz-Schmuckstück

Berchtesgaden (B. St.) - Die Vorfreude ist groß: Weihnachtszeit, endlich darf wieder über den Berchtesgadener Advent geschlendert werden. Der Christbaum am Schlossplatz gehört auch dazu. Und hat, wie jedes Jahr, eine lange Geschichte.

Schwere Last aus Holz. Foto: Anzeiger/B. St.

Jährlich ist es eine Herausforderung für Franz Koller vom Markt Berchtesgaden, der für die Auswahl und Organisation des Christbaumes am Schlossplatz zuständig ist. Des Öfteren schon wurden ihm Bäume von Privatpersonen angeboten. Häufig handelte es sich dabei um Problembäume, die man hätte entfernen müssen.

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In diesem Jahr spendierte das Forstbetrieb Berchtesgaden ein Prachtexemplar. Eine rund 35 Meter hohe Fichte in 1 200 Meter Seehöhe. Genau gesagt auf der Ofneralm, oberhalb der Roßfeldstraße. Es lagen bereits 25 Zentimeter Schnee und die Marktgemeinde musste zunächst räumen und salzen, damit der 100 Tonnen schwere Kran über die Forststraße zur Ofneralm fahren konnte. Den ganzen Vormittag herrschte dichter Nebel. Insgesamt waren zehn Mann im Einsatz. Gemeindefacharbeiter, Holzexperten und Kranspezialisten. Geländebedingt nicht einfach musste der Kran zuerst fixiert und beschwert werden. Dann wurde gemessen. Hans Pech jr. wurde mittels Kran auf 32 Meter Baumhöhe gebracht. Dort fixierte er das Stahlseil mit dem Aufhängehaken. Der Waldarbeiter, der mit Funk zu seinem Vater Johann Pech Kontakt hatte, kletterte anschließend nach unten bis auf zwölf Meter. Er schnitt sich die Äste frei. Der Baum wurde daraufhin Richtung Lkw geschwenkt. Sichtlich erleichtert war das gesamte Team zum Schluss. Jetzt konnte man erst einmal die Baumspitze mit den runden, dicken Zweigen und Fichtenzapfen bewundern. Die Experten rätselten, genau wissen sie es nicht, schätzungsweise ist der Baum 120 Jahre alt.

Gegen Mittag traf der Baum schließlich am Schlossplatz ein.