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Schlüsselwerke von Walter de Maria

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»Pentagon of 5-9« von Walter des Maria, 1973, Edelstahl, 106,7 cm. (Foto: Franz Kimmel)

Die Winterpause im Museum DASMAXIMUM in Traunreut ist beendet und es gelten wieder die Winter-Öffnungszeiten am Samstag und Sonntag von 11 bis 16 Uhr.


Neu gehängt sind seit Oktober 2016 aus Anlass der Literatur-Nobelpreis-Verleihung an Bob Dylan 16 Bilder von Maria Zerres aus ihrer Serie »Dylan Metamorphosen« (2004 bis 2007).

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In der Neuen Halle präsentiert DASMAXIMUM seit September 2016 eine Reihe von Schlüsselwerken Walter De Marias, der seit den 60er Jahren Land Art, Konzeptkunst und Minimalismus entscheidend geprägt hat. »Die Kugel als universelles Sinnbild für den in Bewegung befindlichen Kosmos, den es, ebenso wie unsere Position, immer wieder neu zu definieren gilt« (Corinna Thierolf), verbindet seine perfektionistischen späten mit den spielerischen frühen Holzarbeiten. Sie führen seine gedanklichen Experimente aus den 60er Jahren vor Augen und passen gut zu Grundsatzüberlegungen im neuen Jahr. Die Holzarbeit »Kalender« kann 365-mal Kettenglied für Kettenglied von Hand verstellt werden, so dass der Winkel mit jedem Tag größer wird – bis hin zu 180 Grad, also einem geraden Stab, am Ende des Jahres. Mit Blinky Palermo (Peter Heisterkamp) wurde die Reihe der Künstler im Museum DASMAXIMUM um einen Künstler erweitert, der in besonderem Maße den engen Zusammenhang zwischen Europa und den USA in der zeitgleichen Suche nach neuen bildnerischen Ausdrucksformen symbolisiert. Palermo ging in den 60er Jahren aus der Düsseldorfer Akademie hervor, wo Gerhard Richter und Imi Knoebel zu seinen engsten Weggefährten gehörten.

Rund 30 Arbeiten geben einen international einmalig breiten Überblick über sein Schaffen, darunter Hauptwerke aus den Bereichen Malerei auf Leinwand, Objekte, Stoffbilder, Zeichnungen, Metallbilder und Druckgrafik. Fast alle waren einmal Teil der Ausstellungen, mit denen die Galerie Heiner Friedrich schon ab 1966 in München, Köln und New York auf den jungen Künstler aufmerksam machte. Mit dabei sind das Werkpaar »Flipper«, das – aus seinem gegenständlichen Bezug einer Spielautomaten-Dekoration herausgelöst – auf die Kunst der Konstruktivisten anspielt, und das »Blaue Dreieck«, das vom Plakatmotiv der ersten Ausstellung im Laufe mehrerer Neubearbeitungen zum Markenzeichen Palermos avancierte.

Am Samstag, 21. Januar, veranstaltet DASMAXIMUM um 10.30 Uhr einen Rundgang mit Prof. Dr. Bernhart Schwenk durch die Palermo-Halle. Schwenk, Chefkurator für Gegenwartskunst an der Pinakothek der Moderne in München und ausgewiesener Palermo-Spezialist, führt an das Werk des früh verstorbenen Beuys-Schülers heran, der, so Schwenk, »die Malerei neu erfunden hat«.