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Schmalzgebäck, Schlüsselbretter, Schmuckdosen

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Kreativität war beim Osterbasteln gefragt. (Foto: T. Eder)

Grassau – Nicht das Proben von Trachtentänzen stand beim Gaujugendtag in Grassau im Vordergrund. Vielmehr galt es neue Erfahrungen zu machen und sich gegenseitig kennenzulernen. Hierfür hatten die Trachtenvereine Marquartstein, Grassau und Staudach-Egerndach hervorragend einen aktionsreichen Tag organisiert. Durch das Bündeln ihrer Stärken gelang es, ein abwechslungsreiches Programm für die knapp 200 Jugendlichen auf die Beine zu stellen.


Auf dem Hefterparkplatz konnte sich der Nachwuchs beim Goaßlschnalzen versuchen. Der richtige Schwung und die richtige Handhabung der Goaßl wurde den Jugendlichen mit viel Geduld gezeigt. Dank des schönen Wetters konnte eine weitere Gruppe ebenfalls im Freien Hefeschmalzgebäck herstellen. Dabei lernten die Mädel und auch Buben, dass man beim Backen Geduld haben muss, das Ergebnis dann aber umso besser schmeckt.

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Kreativität war im Heftergewölbe gefragt. Es duftete nach frischen, alkoholfreien Cocktails, die die jungen Leute mit fantasievoller Dekoration zubereiteten. Während die einen sich den Getränken widmeten, stellte eine weitere Gruppe stilvolle Schlüsselbretter her. Modern und jung waren sie mit Hirschmotiven und Flamingos bedruckt. Auch Bücher aus Holz mit eingebrannten Namen und Motiven fertigte der Trachtennachwuchs.

Filigrane Osterdekorationen wurden im Heftersaal produziert. Hoch konzentriert arbeiteten die Jugendlichen an ihren Kunstwerken, verwandelten Spanschachteln in Schmuckdosen, weiße Kerzen in ausgefallene Osterkerzen, Eier in Prunkstücke und einfache Holzkreuze in schöne Blickfänge. Mit Begeisterung werkelten die Jugendlichen, ließen sich nicht ablenken und waren fasziniert von den Bastelangeboten. Auch die vielen Betreuer waren angetan von den jungen Leuten, die hier ihre Kreativität ausleben konnten und zu Recht stolz auf das Ergebnis waren.

Im Trachtenstüberl wurde geplattlt. Allerdings wurde die Wertung diesmal nicht von Preisrichtern abgegeben, sondern von den Jugendlichen selbst. So erfuhren sie ganz genau, welche Aufgabe den Preisrichtern zukommt. Damit wurde für die jungen Leute die Klassifizierung der Plattlertänze erklärbar.

Zum Brauchtum gehört aber auch das traditionelle Kartenspiel. In der Bücherei wurde den Jugendlichen das Schafkopfen beigebracht. Sehr gut angenommen wurde zudem der Erste-Hilfe-Kurs. Neben stabiler Seitenlage erfuhren die Jugendlichen, wie sie im Ernstfall agieren können.

Begeistert zeigten sich nicht nur die rund 200 jungen Trachtler, sondern vor allem auch die Betreuer über die Ausdauer und das Engagement der jungen Leute, die das Angebot mit großer Freude annahmen.

Die Jugendlichen genossen diesen Tag, der ganz allein ihnen gewidmet war, in vollen Zügen. Abschließend trafen sich alle im Heftersaal und ließen die erlebnisreichen Stunden noch einmal Revue passieren. tb