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»Schmerzlicher Einschnitt«

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Höhere Kosten für Bewohner – und dennoch günstiger als Konkurrenzeinrichtungen: das Bürgerheim. (Foto: Archiv/Pfeiffer)

Berchtesgaden – Die Heimentgelte für Bewohner des Bürgerheims werden angehoben. Im Schnitt um rund 9 Prozent. Einstimmig fiel das Votum des Berchtesgadener Gemeinderats aus. Für Bewohner bedeute das eine spürbare Erhöhung, sagt Bürgermeister Franz Rasp: »Das ist kein Pappenstiel«. Trotzdem bleibt das Bürgerheim günstiger als vergleichbare Einrichtungen.


Am 1. April ist es soweit: Dann wird das Heimentgelt im Bürgerheim erhöht. Dieses umfasst die Gesamtheit der Entgelte, die ein Bewohner einer Pflegeeinrichtung für Pflegeleistung, Verpflegung, Investitionskosten oder Zusatzleistungen an das Pflegeheim zu zahlen hat.

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Die Höhe des zu zahlenden Betrags wird zwischen dem Träger des Pflegeheimes und dem Leistungsträger vereinbart. So sollen Anfang April alle Heimentgelte für alle drei Pflegestufen erhöht werden. So wird das Wohnen je nach Zimmer (Pflegestufe 1) um rund 9 Prozent teurer im Monat, Pflegestufe 2 wird um 8,95 Prozent teurer, wer sich in Pflegestufe 3 befindet, muss 9,3 Prozent mehr zahlen.

»Die letzte Erhöhung war vor zwei Jahren«, sagte Franz Rasp. Die neue Kostenstruktur soll mindestens ein Jahr Gültigkeit haben (31. März 2016), dann kann der Träger des Bürgerheims erneut mit dem Leistungsträger in Verhandlung treten.

Obwohl die Kosten deutlich steigen, bleibt das Bürgerheim die günstigste Einrichtung für Senioren: »Wir liegen etwa 360 Euro pro Monat unter den Kosten einer Einrichtung aus dem Nachbarort« (Pflegestufe 3), so Geschäftsleiter Anton Kurz.

Trotz der Erhöhung der Gebühren, immerhin Mehreinnahmen in Höhe von 45 000 Euro, wird das Bürgerheim im Jahr 2015 mit einem prognostizierten Fehlbetrag von rund 100 000 Euro abschließen. Kilian Pfeiffer

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