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Schmusekurs bei Hamilton/Rosberg ausgeschlossen

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Mercedes-Team
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Das Mercedes-Team mit dem Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG, Dieter Zetsche in Fellbach. Foto: Marijan Murat Foto: dpa
Oldtimer
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Nico Rosberg (l) und Lewis Hamilton neben einem Mercedes-Benz SSK. Foto: Marijan Murat Foto: dpa
Festgehalten
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Lewis Hamilton macht ein Foto des Cockpits eines Mercedes-Benz 190 SL. Foto: Marijan Murat Foto: dpa
Online
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Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton ist immer online. Foto: Marijan Murat Foto: dpa

Fellbach (dpa) - Mit seiner kleinen verbalen Spitze in Richtung Weltmeister Lewis Hamilton hat Nico Rosberg schon mal einen dezenten Vorgeschmack auf die kommende Formel-1-Saison geliefert.


«Wirst du alt?», fragte der deutsche Vize-Weltmeister seinen britischen Stallrivalen, nachdem Hamilton auf seine neue modische Brille angesprochen wurde. «Ich kann bei dir ein paar graue Haare sehen», entgegnete der dreimalige Weltmeister genüsslich bei einer Mercedes-Veranstaltung in Fellbach bei Stuttgart. Die Saison kann beginnen - am 20. März in Australien ist es soweit.

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Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff rechnet auch in dieser Saison mit einem harten Zweikampf zwischen seinen beiden Piloten. Vor ihrem vierten gemeinsamen Silberpfeil-Jahr in der Königsklasse des Motorsports sieht er das Duo aber gereift genug, um nicht den Teamfrieden zu gefährden. «Man kann nicht erwarten, dass sie herumschmusen. Der eine wird versuchen, den anderen zu schlagen», sagte Wolff. «Beide haben aber großen Respekt vor der Organisation hinter dem Team.»

Wolff ist davon überzeugt, dass Hamilton und Rosberg 2016 ihre vorbelastete Rivalität nur innerhalb des «Teamgeistes» ausleben. Dies steht im Saisonverlauf aber auf dem Prüfstand. «Wir wussten immer, dass es eine Rivalität gibt, und wir schätzen diese Rivalität zwischen den beiden Fahrern», beteuerte der Österreicher.

Eine Stallorder schloss Wolff erneut aus. Eine Art Verhaltenskodex habe der Weltmeister-Rennstall sogar gelockert. «Es funktioniert ziemlich gut, und wir schulden es den beiden und der Formel 1, sie fahren zu lassen», betonte Wolff.

Allerdings hatte er vor der Winterpause auch damit gedroht, im äußersten Fall die Fahrerpaarung zu sprengen, sollte der Erfolg des Teams gefährdet werden. Und die Beziehung zwischen Hamilton und Rosberg dürfte auch weiter höchste Brisanz bergen. Erfolgreich ist die Rivalität gleichwohl. Von den vergangenen 38 Rennen gewann das Duo satte 32. «Wir wollen auch in diesem Jahr Grund zum Feiern haben», verordnete Daimler-Chef Dieter Zetsche. «Wir sind davon überzeugt, dass wir zwei sehr gute Fahrzeuge haben.»

Die Testfahrten haben Mercedes in ihrem Kurs bestärkt. «Der Wagen sieht gut aus, wir hatten eine riesige Zuverlässigkeit», lobte Wolff den neuen W07. Doch der Respekt vor Ferrari und Sebastian Vettel, die nach den Eindrücken von Barcelona im Vergleich zur Vorsaison aufgeholt haben dürften, ist vorhanden. «Wir sind die großen Favoriten», stellte Rosberg vor seiner siebten Saison bei den Silberpfeilen klar, «wir müssen uns aber in acht nehmen, weil Ferrari einen Riesenschritt gemacht hat. Sie sind eine große Gefahr.»

Rosberg will 2016 endlich aus dem Schatten von Hamilton treten und erstmals Weltmeister werden. Drei Siege in Serie zum Saisonende 2015 machen dem gebürtigen Wiesbadener Mut für dieses Jahr. Hamilton will an seiner Dominanz natürlich nicht rütteln lassen. «Ich fühle mich fantastisch für diese Saison», versicherte der 31-Jährige. Melbourne kann kommen.

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