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Schnelles Internet, besserer Mobilfunkempfang

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Traunstein: Breitbandausbau dauert noch ein paar Jahre
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Ein schnelles Internet wird in einiger Zeit allen Bürgern zur Verfügung stehen. (Foto: privat)

Schönau am Königssee – In punkto schnelles Internet hat die Gemeinde Schönau am Königssee in den letzten Jahren bereits einiges erreicht. Doch nun soll der Breitbandausbau vor allem in den Außenbereichen noch optimiert werden. Der Gemeinderat Schönau am Königssee beschloss am Dienstag grundsätzlich, sich am Förderprogramm »Bayerische Gigabitrichtlinie« des Freistaats Bayern zu beteiligen. Es geht darum, den Glasfaserausbau bis zu den Gebäuden zu vervollständigen. Außerdem will man ein Mobilfunkförderprogramm in Anspruch nehmen, um bislang unterversorgte Gebiete in der Gemeinde abzudecken.


»Mit dem Förderprogramm Bayerische Gigabit­richtlinie ist es uns möglich, den Glasfaserausbau zu vervollständigen«, sagte Bürgermeister Hannes Rasp. Bislang habe man das Kabel bis zu den Verteilerschränken verlegt. Von dort führten noch traditionelle Kupferleitungen zu den Häusern, die nun ersetzt werden sollen.

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Der Ausbau darf laut Förderrichtlinien erfolgen, wenn im Erschließungsgebiet noch kein Netz vorhanden ist, welches zuverlässig 100 Megabit pro Sekunde im Download für Privatanschlüsse und 200 Megabit symmetrisch für gewerbliche Anschlüsse übertragen kann.

Der Gemeinde steht ein Betrag von 5 000 Euro je Adresse in grauen NGA-Flecken (bereits mit mindestens 30 Mbit/s versorgt) und von 14 000 Euro je Adresse in weißen NGA-Flecken (mit weniger als 30 Mbit/s versorgt) bei einem Fördersatz von 90 Prozent zur Verfügung. Die maximale Fördersumme für die Gemeinde beträgt 6 Millionen Euro.

Zur Abwicklung des Förderprogramms mit Bestandsaufnahme, Durchführung der Markterkundung, Abstimmung der Versorgungsmöglichkeiten und Erschließungsgebiete, Vorplanung und Kostenschätzung für verschiedene Fördermodelle, Modellwahl und Finanzierungsprognose ist ein Büro zur fachlichen Begleitung (Consulter) notwendig. Die drei von der Gemeinde eingeholten Angebote der Planungsbüros lagen laut Bürgermeister Hannes Rasp alle unter 10 000 Euro, die komplett über Fördermittel abgerechnet werden können. Beauftragt wurde vom Gemeinderat schließlich das Regensburger Planungsbüro IK-T.

»Wir werden dafür die Gemeinde wieder ein wenig umgraben müssen. Aber wenn wir am Ball bleiben wollen, dann müssen wir möglichst viele ans schnelle Internet anschließen«, betonte Rasp. Teilweise habe man das Glasfaserkabel im Rahmen des Wasserleitungsbaues schon bis zu den Häusern verlegt, auch einige Leerrohre befänden sich bereits in den Straßen. Die Zustimmung des Gemeinderats fiel einstimmig aus.

Ebenso strebt der Gemeinderat den Mobilfunkausbau in der Gemeinde an. Mithilfe eines Mobilfunkförderprogramms können unterversorgte Gebiete in der Gemeinde abgedeckt werden. Die Förderhöhe beträgt laut Bürgermeister 80 Prozent, der Höchstfördersatz liegt bei 500 000 Euro. Die Gemeinde wird mit dem Projekt Eigentümer eines eigenen Mobilfunkmastens werden. Den Auftrag für Mobilfunkmessungen zur Vorbereitung des Projekts erhielt ebenfalls das Planungsbüro IK-T. Das soll im Rahmen der Untersuchungen auch die Höhe der Strahlenbelastung ermitteln. Diese Anregung war von Dr. Caren Lagler (CSU) gekommen. Ulli Kastner