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Gemeinde Bischofswiesen treibt den Breitbandausbau voran

Schnelles Internet für fast alle Häuser

Bischofswiesen – Schnelles Internet auf großer Fläche – das ist das Ziel der Gemeinde Bischofswiesen. So bekräftigte der Gemeinderat am Dienstag auch einstimmig seine Absicht, den Breitbandausbau in der Gemeinde voranzutreiben und die Ausschreibung zu starten.

Genau so wie in Berchtesgaden möchte auch die Gemeinde Bischofswiesen den Breitbandausbau vorantreiben. (Foto: Archiv/Pfeiffer)

Bereits im Mai hatte der Gemeinderat beschlossen, die Gemeinde Bischofswiesen mit schnellem Internet zu versorgen. Jetzt stellte Michael Hierl von der Regensburger Firma Innovative Kommunikations-Technologien (IK-T) die Feinplanung vor. Geändert hat sich gegenüber der ersten Planung, dass für die untere Stanggaß nun die Deutsche Telekom selbst zuständig ist. Die Gemeinde Bischofswiesen selbst wird im wesentlichen die Gebiete Winkl inklusive Winkl-Land und Loipl, aber auch weitere punktuelle Projekte ausschreiben. Darüber hinaus ist geplant, in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Berchtesgaden die Häuser an der Aschauerweiherstraße und Am Etzerschlössl interkommunal mit Breitband zu versorgen.

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Das Projekt wird die Gemeinde zunächst einmal rund 900 000 Euro kosten, allerdings gibt es dazu einen Zuschuss in Höhe von 630 000 Euro. Für das interkommunale Projekt kann ein weiterer Zuschuss in Höhe von 50 000 Euro fließen. Nach erfolgter Ausschreibung könnte noch Ende des Jahres ein Kooperationsvertrag mit einem Anbieter abgeschlossen werden. Dann wäre ein Ausbau im nächsten Jahr möglich.

»Wir werden uns alle Gebiete noch einmal genau anschauen. Ziel soll es jedenfalls sein, dass fast alle Häuser mindestens 30 MB pro Sekunde bekommen«, sagte Bürgermeister Thomas Weber. Grundsätzlich sind in Glasfaserkabeln Übertragungsraten von bis zu 200 MB pro Sekunde möglich. In Winkl und Loipl sollen die meisten Häuser eigene Glasfaserkabel bekommen, teilweise wird auch mit Kabelverzweigern gearbeitet.

»Es geht uns um eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet. Auf der gemeindlichen Karte soll es dann keine weißen Flecken mehr geben«, sagte Thomas Weber. Zwar könne es sein, dass das eine oder andere Einzelhaus noch kein Breitbandkabel erhält, »aber wir werden an der Schraube schnelles Internet beständig weiterdrehen«. Nach dem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss sollen die vorgeschlagenen Gebiete nun ausgeschrieben werden. Außerdem sollen in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Berchtesgaden die Gebiete Aschauerweiherstraße und Etzerschlössl verbessert werden. UK