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Schnellmeldung

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Technik, die begeistert: Während TRBK-Geschäftsleiter Michael Wendl den Online-Meldeschein auf seinem Smartphone nach etwa 30 Sekunden ausgefüllt hat, studiert Gästeserviceleiterin Claudia Schülein immer noch das Papierformular. (Foto: Fischer)

Berchtesgaden – Ohne ihn ist es schwarz: Den Meldeschein müssen Vermieter von Zimmern und Ferienwohnungen für jeden Gast ausfüllen und bei der jeweiligen Touristinfo abgeben. Das geht seit einiger Zeit auch online. Doch nicht einmal die Hälfte der Gastgeber im Talkessel nutzt das Angebot. Das wollen Michael Wendl und Claudia Schülein von der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK) ändern.


Die Ramsauer sind die Spitzenreiter. Zumindest bei der Benutzung der Online-Meldescheine haben sie die Nase vorn. 43 Prozent der dortigen Vermieter nutzen das Portal. Gefolgt von Schönau am Königssee mit 42 Prozent. In Marktschellenberg sind es gerade mal 32 Prozent, die ihre Gäste online anmelden. »Wir wollen, dass mehr Vermieter ihre Gäste online bei uns melden«, sagt TRBK-Geschäftsleiter Michael Wendl ganz klar. Denn die Vorteile seien enorm. Und zwar für die Tourismusregion und die Gastgeber.

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»Man spart sich die Fahrten zur Touristinfo«, erklärt Gästeserviceleiterin Claudia Schülein. Außerdem kann man die Meldung online zu jeder Tages- und Nachtzeit abgeben. Und das Ausfüllen dauert – im Gegensatz zur Papiervariante – keine Minute. Noch zackiger hat man die Daten erfasst, wenn man auf die eigene Datenbank, die man im gleichen Portal anlegen kann, zurückgreift. Auch ist es mit der Online-Meldung einfacher, so Claudia Schülein, die Zwei-Tages-Frist der Gastanmeldung einzuhalten.

Die TRBK jedenfalls freut sich über jede Meldung, die über das Internet kommt. Denn dann kann sie direkt übernommen werden. »Die Datenerfassung des Papiermeldescheins ist natürlich deutlich zeitintensiver«, sagt Wendl. Denn jeder Meldeschein inklusive Durchschläge kommt vom Briefkasten oder Schalter zu dem zuständigen Sachbearbeiter, eine Vollzeitkraft. Der muss die Daten dann händisch ins System einpflegen. Deshalb wirbt die TRBK intensiv für die zeitsparende Online-Variante. In Tourismusversammlungen, per Newsletter und über die Außendienstmitarbeiter. »Uns wäre es am liebsten, wenn alle Meldungen über das Internet kommen würden«, betont Michael Wendl. Rein technisch sei das kein Problem. Mit dem Server, der in der TRBK-Zentrale am Triftplatz steht, habe es noch nie Probleme gegeben. Zum Datenschutz erklärt Claudia Schülein: »Die Daten sind so geschützt, wie es nur geht.«

Dass die Papiermeldung auf absehbare Zeit ganz verschwinden wird, glauben weder Wendl noch Schülein. »Da brauchen wir nur nach Bad Reichenhall zu schauen«, sagt der TRBK-Geschäftsleiter. Denn dort waren die Papiermeldescheine bereits abgeschafft worden. Um sie kurze Zeit später wieder einzuführen. Und zwar fakultativ für Vermieter mit bis zu 20 Betten. Christian Fischer

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