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Schon Endspiel für DFB-Junioren - Rudy: «geht um alles»

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«Es geht um alles»
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Sebastian Rudy spricht bei der im Hotel Marina in Tel-Aviv. Foto: Roland Weihrauch Foto: dpa

Tel Aviv (dpa) - Zweites Spiel - letzte Chance? Die deutschen U 21-Fußballer stehen bei der EM in Israel ausgerechnet gegen den Titelverteidiger vor der größten Herausforderung. Nur mit einem Sieg gegen Spanien am Sonntag in Netanya bleibt die DFB-Elf sicher im Rennen um einen Halbfinalplatz.


«Jeder weiß, was auf dem Spiel steht. Es geht um alles», sagte Mittelfeldspieler Sebastian Rudy vor dem Duell mit den Iberern. Eine weitere Niederlage nach dem 2:3-Auftakt gegen die Niederlande würde das sichere Aus und die Heimreise am nächsten Donnerstag bedeuten. Die Spanier gewannen ihre erste Partie 1:0 gegen Russland.

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Die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gegen die Niederländer macht der Mannschaft Hoffnung. «Wir haben gespürt, dass wir körperlich gut drauf sind und wir uns durchsetzen können. Mit diesem Mut müssen wir auch gegen Spanien auftreten», forderte Trainer Rainer Adrion. «Wenn wir kompakt als Mannschaft sind und aggressiv in die Zweikämpfe gehen, dann haben wir auch sehr gute Chancen», meinte Stürmer Kevin Volland, der nach seiner Einwechslung im ersten Spiel für neue Gefahr im deutschen Angriff sorgte und sich Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf machen darf.

Den Tag nach der Auftaktpleite nutzte das Team zur Regeneration, Behandlung und leichter Fitnessarbeit. Die Trainingseinheit am Abend wurde abgesetzt. Die Spieler und Betreuer verbachten den freien Nachmittag in Tel Aviv mit Freunden oder Familie bei Spaziergängen am Strand oder in der Stadt. «Wir müssen die Köpfe freikriegen», sagte Lewis Holtby.

Der Kapitän war wieder einmal der Spieler im Team, der bei der Aufholjagd gegen die «Jong Oranjes» maßgeblich beteiligt war. Ein Foul an ihm sorgte für den Strafstoßtreffer zum 1:2 durch Rudy, Holtby selbst erzielte dann das 2:2, ehe die unglückliche Niederlage in der Schlussminute besiegelt wurde. «Die Welt ist nicht untergegangen. Wir freuen uns jetzt auf die Partie gegen Spanien», sagte der einzige Profi mit A-Länderspielerfahrung im DFB-Team.

Für den Mönchengladbacher Peniel Mlapa ist die EM allerdings beendet. Der 22 Jahre alte Offensivspieler zog sich in der Partie gegen die Niederlande am Donnerstag einen Muskelfaserriss zu und steht seinem Team bei der Endrunde nicht mehr zur Verfügung, wie der Deutsche Fußball-Bund am Samstag mitteilte.

Im 30 Kilometer nördlich von Tel Aviv gelegenen Netanya erhält die Mannschaft am Sonntag prominente Unterstützung. Bundestrainer Joachim Löw, DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und einige ehemalige Profis wie Günter Netzer und Lothar Matthäus, der einst Vereinstrainer in Netanya war, werden zu dem Duell mit den Spaniern erwartet.

Der Titelverteidiger mit seinem Starspieler Isco vom FC Malaga gewann sein erstes Spiel erst durch ein spätes Tor von Alvaro Morata. Die Elf von Trainer Julen Lopetegui war allerdings hochüberlegen und hätte die Partie wesentlich früher entscheiden können. Der Coach muss für den Rest des Turniers auf seinen Mittelfeldspieler Sergio Canales verzichten. Der Profi des FC Valencia hat wegen einer Oberschenkelverletzung bereits die Heimreise angetreten.