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Schon vor dem Urteil im Gefängnis

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Verdächtiger in Karlsruhe
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Nach dem Verbrechen in Halle kam der Verdächtige in Untersuchungshaft. Foto: Uli Deck/dpa Foto: dpa

Wer ein schweres Verbrechen begeht, muss ins Gefängnis. Das klingt erst mal logisch. Ganz so schnell und einfach geht das in Deutschland aber nicht. Erst mal muss ein Gericht entscheiden: Ist derjenige wirklich schuldig oder doch unschuldig?


Bis zum Urteil kann es schon mal eine Weile dauern. In manchen Fällen müssen Verdächtige trotzdem schon vorher ins Gefängnis. Das nennt man Untersuchungshaft. Nicht etwa, weil der Verdächtige von einem Arzt untersucht wird. Schon eher, weil erst noch die Tat untersucht werden muss.

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So ist das auch bei einem Verbrechen, das am Mittwoch im Bundesland Sachsen-Anhalt geschah. Dort waren zwei Menschen erschossen worden. Kurz darauf nahm die Polizei einen Mann fest. Er soll aus Hass gegen Juden sogar ein noch größeres Verbrechen geplant haben.

Am Freitag kam heraus: Der Mann hat die Tat zugegeben und sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Dafür muss es gute Gründe geben. Zum Beispiel, dass der Verdächtige flüchten könnte. Oder noch ein weiteres Verbrechen begehen könnte.