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Schüleraustausch steht kurz bevor

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Marquartstein – Nach langen Bemühungen ist es dem Landschulheim (LSH) in Marquartstein gelungen, gleich drei US-amerikanische High-Schools im Bundesstaat Kansas für ein Austauschprogramm zu begeistern. Der Antrittsbesuch der Amerikaner findet bereits im Juni statt, die Oberbayern werden dann im September in die Vereinigten Staaten aufbrechen.


Die Gespräche im Vorfeld liefen bereits seit einem Jahr zwischen dem LSH, der Bucklin High School sowie den Senior High Schools in Lebo und Waverly. Im Oktober des vergangenen Jahres besuchte dann eine Delegation mit Schulleitern und Schulaufsichten aus Kansas den Chiemgau. Sie waren begeistert von der Schule und es entstanden schnell Freundschaften.

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Zuletzt reiste eine bayerische Delegation mit Gerhard Mayer, Ralf Sepper und Susanne Klause in die USA. Die drei Lehrer erwartete in den drei Tagen ein vollgepacktes und sehr anstrengendes Programm. Sie stellten in Präsentationen das Landschulheim sowie den Chiemgau vor und trafen Schüler, Eltern, Lehrer und Gemeindevertreter. Aber auch touristische und historische Sehenswürdigkeiten der Gegend wurden besucht, um den Austausch im September vorzubereiten.

Welch hohen Stellenwert die Amerikaner dem Austausch mit dem LSH beimessen, ließ sich auch daran ablesen, dass die drei Oberbayern einen offiziellen Termin im Kapitol des Bundesstaats Kansas in Topeka wahrnahmen. Dort informierten sie unter anderem den Abgeordneten John Ewy, der einen der betroffenen Landkreise vertritt, über das Austauschprogramm. Dessen Begeisterung war so groß, dass er es sich nicht nehmen ließ, den deutschen Besuch persönlich durch das Kapitol zu führen.

Harte Auswahlrunde für die 24 Teilnehmer

Die Vorfreude steigt aber nicht nur auf amerikanischer, sondern auch auf deutscher Seite immer weiter an. Nach einer harten Auswahlrunde mit Fragebögen und Motivationsschreiben stehen die 24 Teilnehmer nun fest. Im Vorfeld hatte es doppelt so viele Anmeldungen aus den Klassen 9 bis 11 gegeben. Anfang September werden die Auserwählten dann für drei Wochen in die USA reisen. »Dafür müssen sie aber auch einen guten Teil ihrer Sommerferien opfern«, erklärt Organisatorin Susanne Klause. Auf dem Programm stehen dann neben den Aufenthalten in Kansas auch die Metropolen Chicago und Philadelphia.

Damit möglichst viele interessierte und geeignete Jugendliche am Austauschprogramm teilnehmen können und nicht der Wohlstand des Elternhauses entscheidend ist, war den Organisatoren des LSH die Fremdfinanzierung sehr wichtig. Umsetzen ließ sich dies nur durch die großzügige Unterstützung des Fördervereins des LSH und auch des Bundes der Altmarquartsteiner. Aber auch die beteiligten Gymnasiasten engagierten sich im »Fundraising«. So verkauften sie während der Schulpausen Selbstgebackenes und organisierten ein Kuchenbuffet am Tag der offenen Tür.

Um sich auf den nahenden Besuch der Amerikaner vorzubereiten, hatten die Oberbayern in den letzten Wochen bereits übers Internet Kontakt mit den Austauschschülern aufgenommen. Die Jugendlichen aus Kansas werden in Gastfamilien leben und am LSH die Schule besuchen.

Da die Gestaltung des Austauschprogrammes zwischen dem LSH und den Schulen in Kansas sehr zeit- und kostenaufwendig ist, freut sich Organisatorin Susanne Klause über jede Form der Unterstützung. Interessierte können sich unter Telefon 08641/6240 melden.