Schulstart für 904 Schulanfänger im Berchtesgadener Land

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Foto: Freepik Symbolbild

Berchtesgadener Land – Für 904 Schulanfänger des Landkreises Berchtesgadener Land beginnt am Dienstag, 14. September, die Schulzeit. Das Staatliche Schulamt Berchtesgadener Land informiert zum Schulstart über die aktuellen Schülerzahlen und die Situation im Schulamtsbezirk.


Die Grundschule besuchen in den Jahrgangsstufen 1 bis 4 in Summe 3539 Kinder, die in 165 Klassen unterrichtet werden. Insgesamt verzeichnet der Schulamtsbezirk Berchtesgadener Land 5083 Schülerinnen und Schüler an 25 öffentlichen Grund- und Mittelschulen und einer privaten Montessori-Schule. 

Die Ziele der bayerischen Mittelschule, Schaffung solider Kompetenzen in Deutsch, Mathematik und Englisch, zielgerichtete und vorausschauende Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit den Berufsschulen und sozialpädagogischer Begleitung vor Ort sorgen für eine weitere Stabilisierung der Mittelschulen. Im kommenden Schuljahr werden im Landkreis 1544 Schülerinnen und Schüler in 77 Klassen unterrichtet.

Eine stabile und feste Größe sind in diesem Zusammenhang die sogenannten „M-Klassen“, in denen die Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen die Mittlere Reife erwerben können. Diesen Schulzweig besuchen landkreisweit 413 Schülerinnen und Schüler, 123 davon werden im Juni 2022 an der Abschlussprüfung zum Erwerb des Mittleren Bildungsabschlusses teilnehmen.

Die Betreuungsangebote der Schulen über die reguläre Unterrichtszeit hinaus werden weiter kontinuierlich ausgebaut. Ziel der Bayerischen Staatsregierung ist es, neben der Weiterführung dieser Ganztagsangebote der Mittelschulen, die offenen und gebundenen Ganztagsangebote auch für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 - 4 in der Grundschule flächendeckend zu etablieren.

Eine Besonderheit in der hiesigen Schullandschaft ist die Stütz- und Förderklasse. Dort werden Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 4, die aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten das reguläre Schulangebot nicht wahrnehmen können, beschult. Auch dieses Projekt ist ein Ergebnis der Bildungsregion in unserem Landkreis. Daran beteiligen sind das Staatliche Schulamt, das Amt für Kinder, Jugend und Familie, das Sonderpädagogische Zentrum St. Zeno (SFZ) und Startklar – Soziale Arbeit GmbH. Die Stütz- und Förderklasse ist am Sonderpädagogischen Förderzentrum St. Zeno angesiedelt.

Der Übertritt von der Grundschule an die weiterführenden Schulen bleibt eine wichtige Schnittstelle in der Bildungsbiographie eines Schülers, die es auch im neuen Schuljahr optimal zu gestalten gilt.

Die im Schuljahr 2011/12 begonnene Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention mit der Zuerkennung des Schulprofils „Inklusion“ an die Grundschule Freilassing wird ebenso fortgesetzt wie die im Schuljahr 2015/16 begonnene Inklusion an der Mittelschule Freilassing. Die inklusiven Modelle der Beschulung an der Grundschule und an der Mittelschule Freilassing, in denen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam die Schulzeit durchlaufen, erweisen sich als sehr erfolgreich und bleiben mit dem Ziel des gemeinsamen Lernens und Lebens von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderung auch weiterhin bestehen.

Mit dem Programm „gemeinsam.Brücken.bauen“ erhalten Schülerinnen und Schüler ein Angebot, um gegebenenfalls durch die Pandemiezeit entstandene Defizite aufzuholen. Auch nach dem Schulstart bestehen in diesem Rahmen weiterhin Möglichkeiten der Förderung an den Grund- und Mittelschulen.

7654 Lehrerstunden stehen dem Staatlichen Schulamt Berchtesgadener Land zur Versorgung des Unterrichts an den Grund- und Mittelschulen zur Verfügung. Im Bereich der Förderung nicht deutschsprechender Schülerinnen und Schüler und für die Vorkurse im Elementarbereich sind rund 200 Stunden eingeplant. Die Vorkurse stellen eine wichtige und wertvolle Schnittstelle in der Sprachförderung und in der Kooperation bezüglich des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule dar.

Die Gesamtsituation im Schulamtsbezirk Berchtesgadener Land, insbesondere die Klassengrößen und die Versorgung mit Lehrkräften bzw. Lehrerstunden, kann als noch gut bezeichnet werden. Trotz der weiterhin bestehenden Engpässe bei der Ausstattung mit Fachlehrerinnen und Fachlehrern, deren Zahl weiter rückläufig ist, sind alle Voraussetzungen dafür erfüllt, dass das Schuljahr 2021/22 für Schüler, Lehrer und Eltern im Landkreis Berchtesgadener Land bezogen auf die Versorgung einen guten und erfolgreichen Verlauf nimmt.

„Nach den zahlreichen, pandemiebedingten Sonderregelungen in den vergangenen beiden Schuljahren, ist es vorrangiges Ziel, die Schülerinnen und Schüler an den Schulen in Präsenz zu unterrichten und somit den direkten Kontakt mit den Lehrkräften und Mitschülern zu ermöglichen und soziale Kontakte zu pflegen“, erklärt Helmut Mayer, neuer Fachlicher Leiter des Staatlichen Schulamts. An den Schulen gelten für den Präsenzunterricht die jeweils aktuellen Regelungen, die stets auf den bayernweiten Vorgaben basieren. Das Staatliche Schulamt bittet besonders um Beachtung der Informationen, die Eltern und Sorgeberechtigte von ihrer jeweiligen Schule erhalten.

fb/red