Schulze: Söder hat Bayern schlecht auf Herbst vorbereitet

Katharina Schulze
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Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im bayerischen Landtag, Katharina Schulze, spricht. Foto: Stefan Puchner/dpa Foto: dpa

München (dpa/lby) - Nach Auffassung der Grünen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) viele Corona-Maßnahmen zu spät auf den Weg gebracht. »Erneut schickt er erst die Feuerwehr, wenn das Haus schon lichterloh brennt. Mit einer echten Impfkampagne und vorausschauendem Pandemiemanagement hätte er den Brandherd schon frühzeitig eindämmen können«, sagte die Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Katharina Schulze, der Münchner »Abendzeitung« (Samstag).


Nun sei es jedoch richtig, »dass jetzt endlich konsequente Maßnahmen ergriffen wurden«, sagte Schulze mit Blick auf die am Freitag angekündigten neuen Regeln. »Die Infektionskurve muss abflachen.«

Weiter sagte Schulze: »Es liegt in der Verantwortung von Markus Söder, dass er unser Land nicht besser auf diesen schrecklichen Herbst vorbereitet hat. Dass das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates erneut erschüttert wurde, schmerzt.«

Angesichts extrem hoher Infektionszahlen im Freistaat hat die Staatsregierung harte Gegenmaßnahmen angekündigt. Von kommendem Mittwoch (24. November) an sollen für Ungeimpfte strikte Kontaktbeschränkungen gelten. Alle Clubs, Diskotheken und Bars müssen dann für drei Wochen schließen, Weihnachtsmärkte soll es in diesem Jahr nicht geben.

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