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Schwacher Start der DFB-Frauen: 0:0 gegen Dänemark

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Svenja Huth wird von zwei Däninnen in die Zange genommen. Foto: Jose Joao Sa Foto: dpa

Albufeira (dpa) - Die Leistung passte zum trostlosen Wetter an der eigentlich sonnigen Südküste Portugals. Bei grauem Himmel und Nieselregen starteten die deutschen Fußballerinnen mit einer glanzlosen Nullnummer in den 20. Algarve-Cup.


Die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid zeigte sich im Auftaktmatch der Gruppe A in Albufeira gegen Dänemark zwar über weite Strecken überlegen, konnte sich jedoch kaum Torchancen erspielen und hat bis zur EM im Juli in Schweden noch viel Arbeit. Gleichwohl hielt die Serie: Die DFB-Auswahl ist seit dem WM-Aus im Juli 2011 nun in 20 Spielen hintereinander ungeschlagen.

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«Ich habe gehofft, dass wir gewinnen. Mit dem Resultat habe ich nicht gerechnet», gab Neid zu, die mit der Abwehrleistung zufrieden war, aber die Offensivleistung und das Aufbauspiel bemängelte: «Nach vorn lief es noch nicht so, wie wir uns das vorgestellt und erhofft haben: Ungenaue Flanken, schlechter Torabschluss.» Dennoch sei das «gerechte 0:0 kein Grund, traurig zu sein».

Die nach ihrer Knieverletzung ins Team zurückgekehrte Linda Bresonik rückte beim Vorjahressieger für die verletzt fehlende Bianca Schmidt auf die Position der Rechtsverteidigerin. Nachdem Mitte Februar beim 3:3 in Frankreich Almuth Schult das Tor gehütet hatte, stand gegen die Däninnen wie verabredet die deutsche Nummer eins, Nadine Angerer, wieder zwischen den Pfosten. Sie blieb aber weitgehend ungeprüft.

Vorn versuchte sich Anja Mittag als einzige Sturmspitze. Denn die kurzfristig ausgefallene Top-Stürmerin Celia Okoyino da Mbabi (Wadenprellung) wird wohl erst im zweiten Spiel gegen Weltmeister Japan am Freitag wieder einsatzfähig sein. Die Japanerinnen verloren ihr Auftaktspiel am Mittwoch überraschend mit 0:2 gegen Norwegen.

Bei milden Temperaturen kam der durch das Fehlen von insgesamt fünf Stammkräften geschwächte siebenmalige Europameister nur schwer in die Gänge. Das Spiel nach vorn war zu langsam und viel zu unpräzise. So blieben vor rund 400 Zuschauern im Stadion Municipal klare Torchancen Mangelware. Die Däninnen beschränkten sich auf wenige erfolglose Konterversuche und darauf, in der Defensive stabil zu stehen. Pech hatte Kim Kulig. Die Frankfurterin verletzte sich kurz vor der Pause am linken Sprunggelenk und blieb mit dick geschwollenem Knöchel in der Kabine.

Zwar bemühte sich die DFB-Elf nach dem Wechsel, die dänische Abwehr mehr unter Druck zu setzen. Doch den ersten Schuss gab Johanna Rasmussen (58.) ab, mit dem Angerer aber wenig Mühe hatte. Die beste deutsche Chance vergab noch Luisa Wensing (62.), die einen wuchtigen Kopfball nach einer Ecke knapp neben das Tor setzte.