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Schwellen und Stolpersteine in Seebruck

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An der Ortsbegehung in Seebruck nahmen auch Bürger mit Bewegungseinschränkungen teil, alle anderen konnten sich mit geliehenen Rollstühlen oder Rollatoren ein realistisches Bild machen.

Seeon-Seebruck – Mitglieder des Seniorenbeirats, Bürger mit Bewegungseinschränkungen und Interessierte führten in Seebruck eine Ortsbegehung zur Barrierefreiheit durch. Auch Bürgermeister Bernd Ruth schloss sich der Gruppe um Quartiersmanagerin Ulrike Ganslmeier an.


Das Traunreuter Seniorenzentrum Pur Vital stellte Rollstühle und Rollatoren zur Verfügung, damit die Teilnehmer Bewegungseinschränkungen realistisch erleben konnten.

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Wie schon bei den Begehungen in Seeon und Truchtlaching stellten alle Teilnehmer fest, dass schon kleine Schwellen das Fortkommen erheblich behindern. Eine solche Schwelle entdeckte die Gruppe unter anderem bei der Apotheke; die Betreiber versprachen, sich um das Problem zu kümmern. Auch leichte Fahrbahnschäden erschwerten das Fahren mit dem Rollator oder Rollstuhl. Die Betroffenen wiesen auch auf fehlende oder zu hohe Gehwegabsenkungen hin, bei denen sie den Rollator anheben müssen.

In Seebruck gab es, wie in Seeon und Truchtlaching, zu weit in die Gehwege hineinragende Büsche. Sogar eine frisch geschnittene Hecke verengte einen Durchgang so stark, dass die Rollstuhlfahrer nur mit großen Schwierigkeiten passieren konnten. Im gekiesten Radweg in Richtung Malerwinkel fahren sich die Rollstuhlfahrer immer wieder fest beziehungsweise beschädigen sich die Räder ihrer Rollstühle. Bürgermeister Ruth erklärte, dass eine Asphaltierung bis Esbaum angedacht sei. Positiv fiel die barrierefreie Gestaltung des Gehwegs an der Römerstraße auf, das glatt verlegte Kopfsteinpflaster war gut zu befahren.

Eine Teilnehmerin erklärte, dass sie mit ihrem auf einen Rollstuhl angewiesenen Mann die Rosenheimer Straße nicht überqueren könne, da hier keine Querungshilfe vorhanden sei. Der Bürgermeister informierte, dass eine Querungshilfe im Zuge der Neugestaltung der Abbiegung nach Obing geplant sei.

Gezielt wurden noch Problemstellen am Anger und in Richtung Hafen unter die Lupe genommen, auf die Betroffene hingewiesen hatten. So weit wie möglich versprach Ruth, Abhilfe zu schaffen. fb