weather-image
28°

Schwere Verletzungen am Sprunggelenk und Brustkorb - Bergwacht bei drei Einsätzen gefordert

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Foto: Ziegler, BRK BGL

Ramsau/Schönau am Königssee – Am Freitagnachmittag und am Freitagabend war die Bergwacht Ramsau zusammen mit zwei Heli-Besatzungen gefordert, da sich zwei Frauen am Mooslahnerkopf (Watzmann) und am Böslsteig (Reiter Alpe) schwer am Sprunggelenk verletzt hatten. Die Bergwacht Berchtesgaden musste am Donnerstagnachmittag zum Grünstein-Klettersteig ausrücken, wo sich ein 21-jähriger Mann am Brustkorb verletzt hatte.

Anzeige

Eine 58-jährige Frau hatte sich am Freitagnachmittag beim Abstieg vom Mooslahnerkopf in rund 1.700 Metern Höhe das Sprunggelenk gebrochen. Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ nahm an der Ramsauer Bergrettungswache den kurz nach 14.30 Uhr alarmierten ortskundigen Einsatzleiter der Bergwacht Ramsau auf und flog dann den Steig von Kühroint zum Mooslahnerkopf ab, um die Unfallstelle zu finden. Der Heli landete anschließend an der Kühroint-Alm und flog die Verletzte mit dem Rettungstau von der Unfallstelle zum Zwischenlandeplatz und danach im Heli nach Salzburg zur Klinik. Der Mann der Verunfallten stieg selbständig ab; die Bergwacht brachte ihn von Kühroint aus ins Tal und war mit sechs Einsatzkräften rund zwei Stunden lang gefordert.

Dreieinhalb Stunden später folgte der nächste Notfall auf der Südostseite der Reite Alpe: Eine 44-jährige Urlauberin aus Brandenburg hatte sich in rund 1.300 Metern Höhe im Abstieg am Böslsteig ebenfalls schwerer am Sprunggelenk verletzt. Die kurz nach 20 Uhr alarmierte Bergwacht Ramsau forderte den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ an, wobei die Besatzung zwei Bergretter am Tallandeplatz in der Ramsau aufnahm, dann nach der Einsatzstelle suchte und die Bergretter im Schwebeflug oberhalb der Verunfallten absetzte. Die Bergretter stiegen zum Einsatzort ab und versorgten die Verletzte. „Christoph 14“ holte die Frau und einen Bergretter dann am kurzen Sieben-Meter-Tau ab, flog beide ins Tal und kehrte im letzten Tageslicht zur Station nach Traunstein zurück. Eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes brachte die 44-Jährige dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Der am Berg verbliebene Bergretter stieg wegen der einsetzenden Dunkelheit und Wetter-Verschlechterung zusammen mit einem Angehörigen und zwei Kindern weiter zu Fuß ab. Acht Bergretter waren bis 22 Uhr gefordert.

Bereits am Donnerstagnachmittag (21. Mai) musste die Bergwacht Berchtesgaden kurz nach 15 Uhr zum Grünstein-Klettersteig ausrücken, wo sich ein 21-Jähriger aus dem Landkreis Altötting schwerer am Brustkorb verletzt hatte. Die Bergretter versorgten den jungen Mann, transportierten ihn ab und forderten den Landrettungsdienst mit Rettungswagen und Notarzt nach. Die Einsatzkräfte brachten den Verunfallten dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall.