Schwerer Verkehrsunfall mit Fahrzeugbrand auf A8 fordert mehrere Verletzte

Unfall Warndreieck Polizei Unfallschild Stop Verfolgungsjagd
Bildtext einblenden
Foto: Stefan Puchner/dpa-Archiv

Bernau am Chiemsee – Zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren verletzten Personen auf der A8 kam es am Donnerstag gegen 01.35 Uhr auf Höhe des Chiemsees in Fahrtrichtung München.


Ein 42 Jahre alter russischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Norddeutschland war samt Ehefrau und 7-jähriger Tochter in einem 3er BMW unterwegs. Nach bisherigem Ermittlungsstand überholte er gerade einen auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Lkw, als von hinten ein 5er BMW, gesteuert von einem 30-jährigen Österreicher, mit vermutlich sehr hoher Geschwindigkeit ankam. Dessen Fahrer fuhr in weiterer Folge sichtlich ungebremst auf den vorausfahrenden Wagen auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Fahrzeuge etwa 250 Meter nach vorne geschleudert.

Der 3er BMW kam auf dem Standstreifen zu stehen und geriet sofort in Vollbrand. Die Frau und die 7-jährige Tochter konnten sich selbst aus dem brennenden Fahrzeug befreien. Der Fahrer wurde vom beherzt eingreifenden Lkw-Fahrer gerettet. Zwei zufällig hinzugekommene Angehörige der Münchner Berufsfeuerwehr leisteten Erste Hilfe bei dem schwerstverletzten Fahrer sowie der schwerverletzten Ehefrau und dem Kind. Die Familie wurde in das Kreisklinikum Traunstein eingeliefert.

Der Unfallverursacher entfernte sich zunächst, ebenfalls verletzt, zu Fuß von der Unfallstelle, konnte aber kurze Zeit später im Bereich des Rückstaus aufgegriffen werden. Er wurde in der Kreisklinik Prien behandelt.

Zur genauen Klärung des Unfallherganges ordnete die Staatsanwaltschaft Traunstein ein unfallanalytisches Gutachten durch einen Sachverständigen an. An den unfallbeteiligten Fahrzeugen entstand Totalschaden von mehr als 70.000 Euro.

Die Freiwillige Feuerwehr Übersee war mit fünf Fahrzeugen und 30 Rettungskräften im Einsatz. Die Autobahnmeisterei übernahm die Verkehrslenkung, da die Autobahn bei mäßigem Verkehr für mehrere Stunden gesperrt werden musste.

fb/red