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Seibold rettet den Sieg

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So hielt der Berchtesgadener Interimstorhüter Sebastian Seibold den TSV Berchtesgaden im Spiel. Foto: Anzeiger/cw

Bischofswiesen - In einem absoluten Kampfspiel besiegte der TSV Berchtesgaden auf dem Kunstrasenplatz des FC Bischofswiesen den Tabellenletzten FC Perach glücklich mit 1:0. Den Goldtreffer erzielte Stefan Sontheimer nach Klassevorarbeit von Cemalettin Ucar. Wenngleich die Berchtesgadener auch ein paar weitere Tormöglichkeiten herausgespielt haben, so durfte man den Sieg bei zwei Lattentreffern und weiteren Möglichkeiten der Gäste als glücklich bezeichnen. In zwei Spielen mit Trainer Richard Hartmann an der Linie gab es keinen Gegentreffer, wenn auch der Coach die Abschlussschwäche der Mannschaft noch nicht im Griff hat.


Zunächst einmal erging von den Offiziellen des TSV Berchtesgaden an die Gemeinde Bischofswiesen ein großer Dank für die freundliche Aufnahme am Riedherrn. Nachdem die Berchtesgadener Anlage in einem desolaten Zustand ist, musste man ausweichen.

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Nach dem Anpfiff des souveränen und perfekt leitenden Schiedsrichters Josef Ramsl vom SC Frasdorf trafen sich zwei Abstiegsaspiranten auf Augenhöhe. Keine der beiden Mannschaften durfte dieses »Sechspunktespiel« verlieren, wollte das Team nicht noch weiter zurückfallen. Berchtesgaden eroberte zunächst die Feldhoheit auf dem perfekten Kunstrasenplatz. Bereits in der neunten Minute rettete ein Peracher Abwehrspieler auf der Torlinie. Auch die nächste Chance verzeichneten die »Platzherren«, als Oliver Czismadia auf Christian Winkler spielte, der knapp verzog.

Dann jedoch kamen die Gäste zweimal sehr gefährlich auf. Doch beide Male parierte Seibold. Perach machte viel Druck und es schien eine Frage der Zeit, wann der ehemalige Bezirksoberligist in Führung gehen würde. Die Peracher waren weitaus stärker aufgestellt als vor drei Wochen beim 4:0-Erfolg der SG Schönau. Nur der Torhüter fehlte und den vertrat Altherren-Keeper Edbauer.

Nach einer weiteren vergebenen Chance der Peracher setzte sich der stark aufspielende Supertechniker Christian Lindner über die rechte Seite durch, doch sein Zuspiel verpassten die Stürmer. In der 25. Minute war es wieder Seibold, der eine Klasseabwehraktion zeigte und Perach den Nachschuss neben das Tor setzte (25.). In der 37. Minute traf der Peracher Kellmuch an die Latte.

Doch Berchtesgaden befreite sich immer wieder aus der Umklammerung, Tobias Botzenhard setzte einen Fernschuss knapp neben das Peracher Tor (42.). Auch Marek Brazina versuchte sich wenig später mit einem Fernschuss, den Edbauer um den Pfosten lenkte (45.). Dennoch lautete das Pausenfazit von TSV-Torhüter Sebastian Seibold: »Glück gehabt.«

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte kam Mittelstürmer Robert Reichlmeier zu zwei guten Möglichkeiten, die Perach im Glück sahen. Doch in einer Begegnung, die hin und her wogte, kamen auch die Gäste zu Chancen, allein, die Stürmer trafen nicht. Nach Faustabwehr von Seibold Spielzeit stand wieder das Peracher Tor im Brennpunkt: Reichlmeier legte ideal in den Lauf von Sontheimer, der völlig allein aufs Tor zustrebte. Anstatt sich den Ball für den finalen Torschuss vorzubereiten, zog er zu früh ab und Edbauer fiel der Ball förmlich in die fangbereiten Hände.

Ein genialer Schachzug von Trainer Hartmann war zunächst, Cemalettin Ucar in den Sturm zu beordern und dann auch Dominik Meyer, die beide für Unruhe sorgten. In der 75. Minute eroberte Ucar den Ball und setzte sich gegen zwei Peracher durch. Dann spielte er in den Lauf von Sontheimer, der alles richtig machte. Berchtesgaden führte 1:0. Doch jetzt waren wieder die Peracher an der Reihe. Mit aller Macht suchten sie den Ausgleich, das Berchtesgadener Tor stand unter Dauerbeschuss. Eine so offene Spielweise eröffnet aber dem Gegner Möglichkeiten und so kam Lindner zu einer großen Chance, die nichts einbrachte.

Fünf Minuten Nachspielzeit. Die Hektik wuchs. Am Ende lagen sich die Berchtesgadener in den Armen. Es hat nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft gewonnen.

TSV Berchtesgaden: Seibold; Botzenhard, Gökbayrak, Brazina, Hoffmann, Czismadia, Tas, Winkler, Lindner, Sontheimer, Reichlmeier, Ucar, Meyer. cw

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