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»Sein Lebenswerk in Bildern«

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Bilder aus einer magischen Gedankenwelt von Walter Lederer sind bis Ende Oktober in Marktredwitz zu sehen. (Foto: Morgenroth)

Walter Lederer zählt mit seinen Werken zu den herausragenden Persönlichkeiten in der Künstlerlandschaft Chiemsee und weit darüber hinaus. In einer Retrospektive mit dem Titel »Walter Lederer – Sein Lebenswerk in Bildern« werden derzeit Exponate aus seinem umfangreichen Oeuvre im Egerland Museum und der Egerland Kunstgalerie in Marktredwitz, Fikentscherstraße 24, gezeigt.


Walter Lederer wurde 1923 in Schönbach bei Asch im Egerland geboren und ist 2003 in Übersee am Chiemsee gestorben. 1946, unmittelbar nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft, begann Walter Leder als 23-Jähriger sein Studium an der Münchener Akademie bei Professor Willi Geiger. Dieser besaß am Chiemsee ein Haus. Für Walter Lederer und für weitere Kunststudenten erfolgte dort der praktische Unterricht. Lederer übersiedelte nach Übersee am Chiemsee, wo er sich 1966 sein eigenes Atelier einrichtete. Es folgten Aufträge für »Kunst am Bau« und viele Ausstellungen, wie im Haus der Kunst in München, wo Lederer selbst als Juror tätig war.

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Der freischaffende Künstler Lederer löste sich früh von der expressiv-realistischen Kunst seines Lehrers und begab sich in eine malerische Gedankenwelt, die von der Magie des Metaphysischen bestimmt war. Er ging immer wieder neue Wege in seinem künstlerischen Schaffen. Ständig rang er um neue Ausdrucksformen. In seiner Kunst war er Zeit seines Lebens ein Suchender. So vermischen sich in Lederers Werken Natur und Geometrie, Klarheit der Form sowie Ästhetik der Anordnung. Als Künstler entwickelte er seine eigene Bildsprache mit Formen, Zeichen und Symbolen, die Harmonie und Ruhe ausstrahlen. Walter Lederer konnte buchstäblich alles: Er malte, er zeichnete, schuf Grafiken, montierte Assemblagen oder formte Skulpturen. Einmal konnte man ihn für einen Surrealisten, ein anderes Mal wieder für einen abstrakten Künstler halten. Letzten Endes ist es seine malerische und schöpferische Gabe sowie die mystische Art eines Magiers, die dem Betrachter die Bilder erschließen. Und dennoch bleibt den Besuchern der Ausstellung Raum für eigene Fantasie und Interpretation.

Die Ausstellung ist bis zum 25. Oktober zu sehen und jeweils von Dienstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Gabriele Morgenroth