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Seit einem Vierteljahrhundert »mit Gott auf dem Weg«

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Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger (Mitte) feierte am vergangenen Sonntag mit seiner Heimatpfarrei das silberne Bischofsjubiläum. Mit am Altar standen (von rechts) Pfarrer Otto Stangl, Geistlicher Rat Bernhard Schweiger und Diakon Josef Eixenberger. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding – Vor 25 Jahren wurde Dr. Bernhard Haßlberger von Kardinal Friedrich Wetter im Münchener Dom zum Bischof geweiht. Seither ist der Ruhpoldinger für die Seelsorgeregion Nord der Diözese der zuständige Weihbischof. Jetzt ließ es sich der Jubilar nicht nehmen, dieses Fest auch in Ruhpolding gemeinsam mit »seiner Pfarrgemeinde« zu feiern.


Gemeinsam mit Ortspfarrer Otto Stangl, geistlichem Rat Bernhard Schweiger, Diakon Josef Eixenberger und Pastoralreferent Georg Gruber trat Bischof Haßlberger vor den Altar, um den Festgottesdienst zu feiern. Im Kirchenraum hatten die Fahnensektionen der Ortsvereine Aufstellung genommen und bildeten so einen würdigen Rahmen im Altarraum. Der Kirchenchor sorgte für die musikalische Umrahmung. Gleich zu Beginn des Gottesdienstes erinnerte der Weihbischof an seinen Weihespruch, den er damals gewählt hatte – »Mit Gott auf dem Weg«.

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In seiner Predigt ging Haßlberger auf sein bischöfliches Wappen ein, das er in Anlehnung an das Ruhpoldinger Dorfwappen auserwählt hat – für ihn auch ein Bezug zu seiner Heimat Ruhpolding. Danach nahm er Bezug auf das Tagesevangelium und stellte den Frieden in den Mittelpunkt seiner Ansprache. »Wir erleben zurzeit, dass kein wirklicher Frieden in der Welt herrscht«, sagte er. »So leicht ist das offensichtlich nicht, den Frieden zu halten«. Die Ursache dafür sah der Bischof in »einer oft tief sitzenden Angst«. Aber die Bibel will nicht, dass »wir stehen bleiben«. Darum gebe das Gottvertrauen einen festen Halt. »Wir sind als Kirche gemeinsam auf diesem Weg des Vertrauens unterwegs«, so der Jubilar.

Kurz vor Ende des festlichen Gottesdienstes trat Bürgermeister Claus Pichler an den Ambo, um dem Weihbischof auch im Namen der Gemeinde Ruhpolding zu gratulieren. In seiner humorvollen und sehr persönlich gehaltenen Ansprache ging er auch auf die Primiz von Dr. Haßlberger vor 40 Jahren in Ruhpolding ein. Damals habe es in Strömen gegossen, was eine Gratulantin damals bewegte zu sagen: »Wie wird das Wetter sein, wenn Sie Bischof werden?« Da es an diesem Sonntag auch regnete sagte das Gemeindeoberhaupt: »Heute ist der langersehnte Regen ein Segen, genauso ist dein Wirken segensreich«. Bei vielen Anlässen oder Jubiläen der Ortsvereine sei der »Weihbischof für uns da«. Abschließend überreicht er ihm mit einem kleinen Hinweis auf den Jakobsweg kleine Präsente. »Stab und Mitra hast Du schon, aber als Geschenk erhältst Du eine Trinkflasche und einen Radlhelm«.

Anschließend trafen sich die Gottesdienstbesucher in der festlich geschmückten Aula des Pfarrzentrums zu einem Weißwurstfrühstück, um unter anderem dem Jubilar persönlich zu gratulieren, so zum Beispiel auch der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Manfred Hartl im Namen der Pfarrgemeinde. Der Pfarrgemeinderat übernahm die Bewirtung, die musikalische Untermalung lag in den Händen von Sepp Hechenbichler und Sebastian Hallweger. Der »Kirabiche Viergsang« intonierte einige »Jubiläums-Standerl«. hab

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