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SEK-Einsatz in Traunstein: Psychisch Kranker bedroht Polizisten

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SEK-Einsatz in Traunstein
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Foto: FDLnews/Lamminger
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Traunstein – Großeinsatz der Polizei: Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) nahm am Mittwochabend einen psychisch kranken 45-Jährigen fest, der sich gewaltsam Zutritt in eine Wohnung am Karl-Theodor-Platz verschafft und gedroht hatte, Polizisten umzubringen. Die Einsatzkräfte konnten ihn unverletzt in Gewahrsam nehmen.

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Wie groß das Aufgebot war, das die Polizei in die Waagschale warf, wollte sie, wie ein Sprecher gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt ausführte, aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitteilen. Ebenso behielt er für sich, wie die Festnahme genau erfolgte. Der 45-Jährige sei der Polizei kein Unbekannter. Er sei in Traunstein verwurzelt, wohne aber nicht in der Stadt.

45-Jähriger trat die Wohnungstür ein

Gegen 18.45 Uhr erhielt die Polizei die Mitteilung, dass eine psychisch auffällige Person im Bereich des Karl-Theodor-Platzes randaliere und herumschreie. Minuten später waren die Beamten nach Angaben des Sprechers vor Ort.

Als die Polizisten eintrafen, hatte sich der 45-Jährige bereits gewaltsam Zutritt zu einer Wohnung verschafft. Die Angehörigen hatten ihn nicht reingelassen – worauf der psychisch Kranke die Tür eintrat. Die Angehörigen konnten flüchten.

Der 45-Jährige habe gedroht, so der Sprecher, die Polizisten »abzustechen«, sobald sie die Wohnung betreten. Seinen Angaben zufolge zogen sich die Beamten zurück.

Da im Raum stand, dass der 45-Jährige eine Schusswaffe hat, erfolgte im Bereich des Karl-Theodor- Platzes eine großräumige Absperrung. Außerdem forderten die Polizisten ein Spezialeinsatzkommando (SEK) an, das dann auch wenig später eintraf.

Gegen 21.30 Uhr ging der Einsatz unblutig zu Ende: Das SEK habe den psychisch Kranken, so der Sprecher der Polizei, unverletzt festnehmen können.

Im Anschluss folgte eine Wohnungsdurchsuchung. Die Einsatzkräfte entdeckten eine Schreckschusswaffe und eine unbrauchbare Waffenattrappe. Beides stellten sie sicher. Ob der 45-Jährige die Schreckschusswaffe und die Waffenattrappe mitgebracht hatte oder ob sie womöglich schon vor seinem Eindringen in der Wohnung aufbewahrt worden waren, konnte die Polizei laut ihrem Sprecher vor Ort nicht ermitteln.

Der 45-Jährige muss sich nun wegen Bedrohung und Sachbeschädigung verantworten. Er wurde in eine psychiatrische Fachklinik eingewiesen.

 

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