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SEK-Einsatz nach Amokdrohung – 23-Jähriger kommt in Psychiatrie

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Spezialeinsatzkommando der Polizei
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Foto: dpa/Franz-Peter Tschauner

Töging am Inn – Er kündigte ein Blutbad in einer Behörde an und fand sich kurze Zeit später in der Psychiatrie wieder: Mit einer Amokdrohung hat ein 23-Jähriger einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst.


Mit der Ankündigung eines Amoklaufs in einer Behörde hat ein junger Mann einen Großeinsatz ausgelöst. Die Beamten rückten mit einem Spezialeinsatzkommando an. Ein Spezialeinsatzkommando nahm ihn am späten Freitagabend in seiner Wohnung in Töging am Inn fest. Er habe sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden, teilten die Beamten am Samstag mit. Vom Polizeigewahrsam kam er deshalb zur ärztlichen Behandlung in eine Klinik.

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Wenige Stunden zuvor hatte der Mann angekündigt, am 2. Mai mehrere Behördenmitarbeiter mit einer Pistole erschießen zu wollen. Anschließend hatte er demnach vor, sich selbst zu töten.

Polizei und Rettungskräfte umstellten in der Folge noch am Abend das Mehrfamilienhaus in Töging. Mehrere Kräfte einer Spezialeinheit drangen in die Wohnung des 23-Jährigen ein und trafen dort auf den Tatverdächtigen. Er ließ sich widerstandslos festnehmen.

In den Räumen entdeckten die Beamten eine erlaubnisfreie Gaspistole, gefährlichere Waffen suchten sie jedoch vergeblich. "Zugriff auf 'scharfe' Waffen hatte er zu keiner Zeit", betonte die Polizei. Motiv und Hintergründe der Amokdrohung waren zunächst unklar.

Update, 13.30 Uhr: Junger Mann noch nicht vernommen

Der junge Mann ist bisher nicht als Gewalttäter in Erscheinung getreten. Zwar sei der 23-Jährige polizeibekannt, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim am Dienstag. Kapitalverbrechen habe der Mann aber nicht begangen. Zu der Ankündigung, er werde ein Blutbad anrichten, konnte der 23-Jährige noch nicht vernommen werden, wie der Sprecher ergänzte.

Nach den bisherigen Ermittlungen befand sich der 23-Jährige in einem psychischen Ausnahmezustand. Er kam in eine Nervenklinik, die er nach ärztlicher Behandlung aber bald verlassen darf, wie es weiter hieß.

dpa