Selbstbewusste Inzeller erwarten Waging zum Landkreis-Duell

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Während der TSV Waging – hier Phil Parthum (von links), Johannes Maierhofer und Luis Parthum – beim SC Inzell antritt, ist Ersel Aydinalp mit dem TuS Traunreut in Anger gefordert. (Foto: Weitz)

Die Höhepunkte der Fußball-Kreisliga 2 aus heimischer Sicht sind am Wochenende sicher der Heimauftritt des TSV Peterskirchen gegen den SV Kay (Rückkehr von Sebastian Leitmeier an seine frühere Wirkungsstätte) und das Berchtesgadener Landkreis-Derby zwischen der SG Schönau und dem FC Hammerau. Interessant ist zweifellos auch das Duell SC Anger gegen TuS Traunreut.


Bereits heute erwartet der SC Inzell den TSV Waging. Insgesamt stehen in der Liga am Wochenende nur sechs Partien auf dem Plan, da das Duell FC Töging II contra TSV Reischach auf 15. September verschoben wurde. Spielfrei ist diesmal die SG Tüßling/Teising.

Heute um 20 Uhr ertönt der Anpfiff im Inzeller Ludwig-Schwabl-Sportpark, wo die »Seerosen« vorstellig werden und auf ihren ersten Saison-Dreier hoffen.

Beim SC sind alle Mann an Bord, und das Trainerteam Matthias Öttl/Martin Söll möchte auch unbedingt den nächsten Dreier landen. Allerdings will man im Inzeller Lager keinesfalls größenwahnsinnig werden, was auch Abteilungsleiter Christian Strobl mit folgender Aussage klar aufzeigt: »Wir wissen, dass Waging stärker ist, als es der bisherige Saisonverlauf der 'Seerosen' vermuten lässt. Wir sind aber nach vier Punkten aus zwei Spielen auch selbstbewusst und wollen es unseren Gästen so schwer wie möglich machen, etwas mitzunehmen.«

Allerdings reisen die Waginger personell stark dezimiert an: Gleich sieben Stammkräfte stehen Sepp Aschauer nicht zur Verfügung. Neben den langzeitverletzten Andi Kamml, Bene Bauer und Tim Obermeier fallen auch Dennis Baumgartner (Hüftverletzung) und Manfred Sommerauer (Muskelfaserriss) verletzt aus. Zudem weilen Michael Auer und Luis Par-thum im Urlaub. »Natürlich fehlt uns durch die Ausfälle viel Erfahrung auf dem Platz«, weiß der Trainer. »Dennoch machen es die jungen Spieler sehr gut. Ich erwarte ein Kampfspiel in Inzell. Wichtig wird sein, dass wir diesen Kampf annehmen und uns in jeden Zweikampf schmeißen.«

Die SG Schönau erwartet am morgigen Samstag um 15 Uhr den FC Hammerau im Alpenstadion. Ob auf Natur- oder Kunstrasen gespielt wird, entscheiden die Gastgeber vermutlich wieder kurzfristig. Nach dem Auftaktsieg gegen Teisendorf und dem bis zum Abbruch guten Spiel in Kay erwarten die Königsseer mit dem »Club« einen Gegner, der schlechte Erinnerungen ans vergangene Jahr haben wird. Denn da fegten die Schönauer den FC mit 7:2 vom Platz. Und am vergangenen Sonntag musste Hammerau obendrein eine 0:5-Heimklatsche gegen Inzell hinnehmen. »Wir lassen uns von diesem Ergebnis nicht blenden und wissen um die neue Stärke der Hammerauer. Aber wir werden uns nicht verstecken«, so der Schönauer Trainer Thomas Meissner.

Der SC Anger hat am Samstag um 16 Uhr den TuS Traunreut zu Gast. Zwei Begegnungen, nur ein Punkt – mit dieser eher dürftigen Bilanz sind die beiden Kontrahenten aktuell ausgestattet. Im Klartext heißt das: Sowohl die Mannschaft von SC-Chefanweiser Christian Berger als auch das Ensemble von TuS-Trainer Tom Stutz hoffen diesmal auf die volle Punkteausbeute – allein schon deshalb, um nicht gleich in der Saisonanfangsphase hinten reinzurutschen.

Stutz hat die Angerer am 1. Spieltag bei deren 1:1-Remis gegen Waging unter die Lupe genommen und möchte seine daraus gewonnenen Erkenntnisse gewinnbringend zum Einsatz bringen. Dagegen wiederum hat der Neuling etwas einzuwenden, der mit aller Macht seinen Heimvorteil nutzen möchte. Zur Erinnerung: In der vergangenen Corona-Saison 2019/21 erreichte der SC in der Kreisklasse 4 eine bärenstarke 7-2-1-Heimbilanz. Daran möchte man auch eine Etage höher anknüpfen – zumindest halbwegs.

Der BSC Surheim muss morgen zur selben Zeit (16 Uhr) bei der SG Perach/Winhöring Farbe bekennen. Der BSC möchte auf der Anlage in Winhöring – die Gastgeber waren zuletzt spielfrei – seine Startserie weiter ausbauen, wozu ein Punkt sicher ganz gut, ein Sieg jedoch viel besser wäre. »Ich gebe offen zu, dass wir uns aus den zwei letzten zwei Heimspielen schon mindestens einen Sieg erhofft hätten statt dieser beiden Unentschieden«, so Surheims Spartenchef Manfred Oellerer, »Fakt ist aber: Wir sind nach drei Spielen noch ungeschlagen, und das soll auch am Samstag so bleiben.« Kurios: Auch bei ihrem vierten Saison-Auftritt bekommen es die Mannen von Trainer Hubert Berger wieder mit einem Team aus dem Landkreis Altötting zu tun. Das erste BGL-Derby wird quasi herbeigesehnt – es steigt am 21. August daheim gegen Anger. Die gastgebende SG war erst einmal im Einsatz, Trainer Bernhard Kreil blieb jedoch nicht untätig. Er hat den BSC jüngst unter die Lupe genommen und seinen Worten zu Folge wichtige Erkenntnisse gewonnen. In jedem Fall sieht er sein Team als Außenseiter, »und das gilt gegen jeden anderen Gegner auch«, sagt er und erinnert daran, dass man neu in der Liga sei und sich erst mal akklimatisieren müsse. Verzichten muss Kreil auf Thomas Klingenberg und Stefan Leitner, die im Urlaub weilen.

Zur mittlerweile fast schon traditionellen Anstoßzeit (Samstag, 18 Uhr) empfängt der TSV Peterskirchen im Mörntalstadion den SV Kay. Ob es ein Vorteil für die Hausherren ist, dass sie Leitmeiers Bewegungsabläufe quasi aus dem Effeff kennen, muss man abwarten. Ein Vorteil für die gastgebende Daniel-Winklmaier-Truppe dürfte es allemal sein, dass sie schon sechs Zähler auf ihrem Konto hat, während die Grün-Weißen erst einmal anschreiben konnten – der größere Erfolgsdruck liegt also klar auf Seiten des Waldemar-Beitow-Teams.

Die Peterskirchner wollen auf alle Fälle wieder ihre Stärke, kaum Chancen des Gegners zuzulassen, in die Waagschale werfen. In den bisherigen 180 Minuten haben TSV-Torwart Markus Mittermaier (zuletzt laut Trainer »überragend«) und seine Kollegen aus der Defensivabteilung noch kein Gegentor bekommen. Weitere positive Aspekte laut Winklmaier: »Wir haben eine brutale Bank, und auch konditionell habe ich uns in Teisendorf ganz gut gesehen – ich denke, wir hatten am Schluss mehr Körner als der Gegner.«

Der Gastauftritt des TSV Teisendorf beim SV Mehring ist kurzfristig auf Sonntag, 18.15 Uhr, verlegt worden. Das ändert freilich nichts an der Tatsache, dass Gäste-Coach Andi Brandl auf den ersten Dreier hofft. Phasenweise hat seine Truppe zuletzt gegen Peterskirchen (0:1) absolut überzeugt.

Nach dem Derbysieg gegen den TSV Reischach (2:1) möchte der SVM nun auch das Überraschungs-Schlusslicht in Schach halten. »Wir waren gegen Reischach läuferisch besser, einfach präsenter auf dem Platz und haben verdient gewonnen. So kann’s auch gegen Teisendorf klappen«, glaubt Mehrings Trainer Nick Brandstätter. Einziger Kritikpunkt: »Wir müssen unsere Angriffe besser zu Ende spielen. Das haben wir ein paar Mal nicht gut gelöst, sonst hätten wir auch höher gewinnen können.«

Brandstätter wird auf das gleiche Personal zurückgreifen wie zuletzt. Andreas Unterhuber und Niklas Greilinger sind zwar wieder ins Training eingestiegen, aber ein Einsatz gegen die »Rothosen« würde nach Ansicht des Übungsleiters noch zu früh kommen.

cs