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Sicherheitswacht nun auch in Laufen geplant

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Foto: dpa/Patrick Pleul

„Die Sicherheitswacht hat die Aufgabe, bei der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit in der eigenen Stadt oder Gemeinde mitzuwirken.“ So wird die Aufgabe abstrakt umschrieben- doch was ist unter Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit genau gemeint?

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Sicherheit hat viele Facetten. Zur Sicherheit gehört natürlich die Verhinderung von Straftaten allein dadurch, dass jemand vor Ort präsent ist. Doch zur Sicherheit gehört auch, dass verschiedene Problembereiche erkannt werden. Liegt an einer Stelle viel Müll und kann durch Aufstellen von Mülleimern Abhilfe geschaffen werden? Ist ein Durchgang zu dunkel und bräuchte man hier zusätzliches Licht bzw. ist die Straßenlaterne ausgefallen?

Um einen besseren Einblick in die Arbeit der Sicherheitswacht zu erhalten, schildert Rita Blum, seit 2011 Mitglied der Sicherheitswacht in Burghausen, ihre ehrenamtliche Tätigkeit, bezugnehmend auf einen Streifengang, und ihren Kontakt mit „Sicherheit“:

„Wir beginnen jeden Streifengang im Dienstzimmer in der Polizeiinspektion Burghausen, rüsten uns mit Dienstjacke, Funkgerät, Handy und unserer Einsatztasche aus und melden uns beim diensthabenden Polizeibeamten der Wache an. Dieser teilt uns wichtige Informationen und eventuelle Weisungen mit. Da es heute keine Besonderheiten gab, können wir unseren Streifengang nach eigenem Ermessen einteilen.

Beginnend am Bahnhof, wo wir die Einhaltung des Alkohol- und Rauchverbotes in der Schalterhalle überprüfen, gingen wir die Straßen der Burghauser Innenstadt ab. Im Stadtpark trafen wir Jugendliche - die wir mittlerweile auch sehr gut kennen - an. Wir führen immer ein kurzes, freundliches Gespräch mit Ihnen. „Und was macht ihr, wenn ihr geht“ ist immer unsere abschließende Frage. Die Antwort kommt von allen wie im Chor: „ Wir räumen die Flaschen und Chipstüten auf“ .Das war früher nicht immer so.

An den Straßenlaternen fanden wir neu angebrachte Aufkleber. So an die 30 Stück haben wir im ganzen Stadtgebiet an diesem Tag noch entfernt - sonst hätte der Bauhof extra ausrücken müssen. In den Bahnunterführungen gab es keine Auffälligkeiten. Eine 16 jährige Raucherin baten wir noch die Zigarette auszumachen - Jugendschutz beginnt im Kleinen.

Zum Schulschluss des Gymnasiums postierten wir uns an der nahen Bushaltestelle und an der Fußgängerampel. Hier gab es vor Jahren noch reichlich Handlungsbedarf. Rauchen, bei Rotlicht über die Straße gehen oder Raufereien beim Buseinstieg waren an der Tagesordnung. Unsere Streife führte uns noch über einen Teil der Burganlage, wo wir Touristen regelmäßig Auskünfte erteilen oder auch nette Gespräche führen können.

Nach vier Stunden zurück in der Dienststelle erstellten wir unseren Streifenbericht - „keine besonderen Vorkommnisse“ konnten wir auch heute wieder eintragen, was zu Anfangszeiten der Sicherheitswacht noch eher selten war. Den Bericht gaben wir beim diensthabenden Beamten der Wache ab und verabschiedeten uns.

Obwohl wir heute keine Fundfahrräder notieren mussten, keine Dinge wie Jacken, Geldbörsen, Handys oder Schulturnbeutel gefunden haben, keine Klagen bzw. Anregungen von Bewohnern aufnahmen, kein per Funk erteilter Auftrag der Polizeiinspektion einging, auf den Spielplätzen keine Hunde frei herumstreiften, keine neuen Graffiti, starke Verunreinigungen oder Beschädigungen festzustellen waren, gehen wir mit einem guten, zufriedenen Gefühl nach Hause - denn wir tragen aktiv zur Sicherheit in unserer Stadt bei.

Ist Ihr Interesse geweckt oder haben Sie Fragen zur Sicherheitswacht? Am 15.02.2017 findet im Alten Rathaus, Rottmayrstr. 16, in Laufen um 19.00 Uhr eine Informationsveranstaltung statt. Mit dabei sein wird auch Frau Blum von der Sicherheitswacht Burghausen.

Pressemeldung der Polizei Laufen