weather-image
18°

Sie wollen Stadträte werden: Neue politische Gruppierung gegründet

4.4
4.4
Initiative Traunstein e.V. will zur Wahl antreten
Bildtext einblenden
Die Vorstandschaft des Vereins Initiative Traunstein (von links): Johannes Maier (Beisitzer), Tobias Huber (Beisitzer), Christoph Ertl (2. Vorsitzender), Georg Osenstätter (1. Vorsitzender), Florian Fraunhofer (Kassier), Johann Wimmer (Schriftführer) und Alexander Kallsperger (Beisitzer).

Traunstein – Eine neu gegründete politische Gruppierung will mit einer eigenen Liste bei den Stadtratswahlen im März kommenden Jahres antreten. Unter dem Namen Initiative Traunstein e. V. haben sieben Männer aus der Großen Kreisstadt im Alter zwischen 34 und 41 Jahren einen Verein gegründet mit dem Ziel, die Traunsteiner Kommunalpolitik aktiv mitzugestalten.


Zum Vorsitzenden wählten sie Georg Osenstätter. Er ist von Beruf Material- und Technologieentwickler. Unter dem Motto »Traunsteins Zukunft gestalten« strebt er mit seinen Mitstreitern einen langfristigen und umsetzbaren Zukunftsplan für die Stadt an. Zweiter Vorsitzender ist der IT-Ingenieur Christoph Ertl, der in erster Linie die Themen Digitalisierung, Mobilität und moderne Arbeitswelt in der Stadt vorwärtsbringen will.

Anzeige

Zu den Initiatoren gehören außerdem Florian Fraunhofer, der das Amt des Kassiers übernommen hat, sowie Johann Wimmer als Schriftführer und die Beisitzer Tobias Huber, Johannes Maier und Alexander Kallsperger. In einem Gespräch mit unserer Zeitung erläuterten sie die Beweggründe, sich kommunalpolitisch zu engagieren.

Die Initiative Traunstein e. V. habe sich zusammengefunden, weil die Mitglieder mit einigen aktuellen Entwicklungen in der Stadt nicht einverstanden sind. Georg Osenstätter: »Lange genug haben wir uns darüber geärgert, was in Traunstein passiert; vor allem aber darüber, was nicht passiert.« Dabei verstehe man sich aber nicht als Protestbewegung. Ziel der Initiative Traunstein sei es vielmehr, aktiv und konstruktiv die Zukunft der Großen Kreisstadt mitzugestalten.

»Ein Engagement in einer der im Stadtrat vertretenen politischen Parteien beziehungsweise Gruppierungen war für uns keine Option«, meinte Christoph Ertl. Man habe das Ziel, im Vorfeld der Wahlen die Traunsteiner »mit unserem politischen Programm und unserem Plan zu überzeugen und dann als unabhängige Gruppierung im Stadtrat Traunstein vorwärts zu bringen«.

Alle Mitglieder der Initiative sind Arbeitnehmer in verschiedenen Branchen. Damit, so betonte Florian Fraunhofer, sei man auch völlig unverdächtig, in dem jetzt begonnenen politischen Engagement persönliche Interessen zu verfolgen. Das Interesse der Initiative Traunstein gelte einzig und allein der Zukunft der Stadt Traunstein und ihrer Bürger.

Man kritisiere, dass schon lange viel zu wenig in die Zukunft der Stadt investiert, und stattdessen lediglich das Bestehende auf der Basis des kleinsten gemeinsamen Nenners im Stadtrat verwaltet worden sei. Deshalb sei es höchste Zeit, den Blick in die Zukunft zu richten und das Potenzial Traunsteins auszuschöpfen. Zusammen mit allen Beteiligten wolle man einen Plan für zukunftsrelevante Themen entwickeln und umzusetzen. Dabei dürfe auch das Thema Nachhaltigkeit nicht fehlen. Ziel sei die Nähe zu allen Bürger. Dabei wolle man den Dialog mit anderen Parteien und Gruppen forcieren, um gemeinsame Themen abzustimmen. Interessenten, die in der Initiative mitarbeiten oder sie unterstützen wollen, seien immer willkommen. -K.O.-