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Profis beim Geburtstagsturnier der Dart-Sport-Liga Berchtesgadener Land

Sieg für Pero Ljubic

Mit einigen Spielern, die pro Wurf-Aufnahme ein 100er-Average erreichten, erhielt das Pidinger Turnier im Rahmen des 20. Geburtstages der Dart-Sport-Liga Berchtesgadener Land ein besonderes Flair.

Abschluss-Siegerehrung mit (v.l.) Pidings Bürgermeister Hannes Holzner, Dart-Sport-Liga-Vorstand und Turnier-Organisator Peter Zeindl, dem zweitplatzierten Alex Steinbauer, Champion Pero Ljubic, dem drittplatzierte Harald Leitinger, Christian Wagner von Turnier-Mitsponsor »Bürgerbräu« und 2. Vereinsvorstand Dieter Tartler. (Foto: Bittner)

also Punkte im dreistelligen Bereich pro drei Pfeile erreichenIm Finale gelangen Sieger Pero Ljubic sogar zwei 180er. Zahlreiche Zuschauer konnten sich somit ein wenig in die große, bunte und oftmals lautstarke Welt des Dartens hineintasten.

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Dart-Sport-Liga-Vereinsvorstand Peter Zeindl hatte mit seinem Team für drei außergewöhnliche Tage gesorgt, die fast zu Österreichischen Meisterschaften mit deutscher Beteiligung avancierten: Vor allem aus dem Nachbarland reisten sehr gute Dartspieler an.

Mit der jüngsten Erfahrung von zahlreichen PDC-Turnieren – also des Haupt-Weltverbandes – in England, kam Fredy Gsellmann aus der Steiermark am ersten Turniertag an und avancierte prompt zum Star des ersten Abends. Der 19-Jährige gewann sowohl das Warm up als erstes Qualifikationsturnier für das Finale im 301 Master-Out-Modus als auch den Sonderbewerb »Split Score«. Damit war dem mehrfachen Österreichischen Jugendmeister und PDC-Youth-Tour-Spieler die Hauptbewerb-Teilnahme am Sonntag bereits sicher. Am Abschlusstag sicherte sich Gsellmann letztlich einen guten 9. Rang unter den 128 Finalisten.

Gsellmanns Ziel ist es, Profi zu werden. Das hat sein Landsmann Zoran »The Hypercane« Lerchbacher bereits realisiert. Da der gebürtige Grazer am Wochenende beim German Darts Grand Prix in Mannheim in der Qualifikation strauchelte, konnte er kurz entschlossen noch am Turnier der Dart-Sport-Liga BGL teilnehmen. »Der Alex Steinbauer hat mich überredet hierherzukommen, weil er meinte, dass das ein toller Bewerb wird. Und ich muss sagen, er hatte absolut recht.«

Rund 150 Turniersiege hatte Champion Pero Ljubic auf seiner kurzen Fahrt nach Piding im Gepäck: Der gebürtige Kroate lebt in Golling bei Salzburg und ist aktuell mit Kroatien zweifacher Team-Europameister der FECS, des europäischen Verbandes.

Nach einer starken Leistung traf Pero Ljubic im Finale auf Alex Steinbauer aus der Steiermark. Beide hatten zuvor den großen Favoriten Zoran Lerchbacher bezwungen, der am Ende Fünfter wurde. Im Modus »Best of five« spielten Ljubic und Steinhauser um Platz 1. Die Partie begann 1:0 für Ljubic mit einem extrem starken Zwölf-Darter, dann Ausgleich Steinbauer, 2:1 für Ljubi mit einem 180er – jetzt wollte der 39-Jährige aus Golling voll durchstarten: 100 Punkte, dann 140, die Aufnahme klappte perfekt. Es ging gut weiter, am Ende zwei Punkte Rest, Ljubic traf die Doppel-Eins sofort perfekt. 3:1 und damit der Turniersieg.

»Ich bin ruhig geblieben«, meinte er im Anschluss. »Auch als ich die Matchdarts vergeben hatte. Mein Vertrauen in mich selbst war heute gigantisch.« Auch der unterlegene Kontrahent, Alex Steinbauer, freute sich: »Der Pero war einfach besser. Aber ich bin mit Platz 2 total zufrieden. Es war ein fantastisches Turnier hier in Piding mit einer absoluten Top-Organisation. Verbessert der Veranstalter nur zwei drei minimale Dinge, kommen 200 Leute mehr zu diesem schönen Wettkampf.«

Bronze sicherte sich Harald Leitinger aus Oberösterreich. Benny Sorger, heimisches Aushängeschild im Darten, belegte am Ende den 17. Platz. Auch aus anderen Sportarten nahmen zahlreiche Bekannte am Dartturnier teil: Reichenhalls ehemaliger Eishockey-Torwart Gregor Haidenthaler, Freilassing Ex-TSV-Fußball-Coach Rudi Sabanovic, dessen damaliger Spieler Sinisa Simunic oder »Red Bulls«-Teamkapitän Markus Pilz, Fußball-Schiedsrichter aus der Region. Beste Dame war Sonja Capla, Freundin von Herren-Vizesieger Alex Steinbauer aus der Steiermark. Sie qualifizierte sich neben neun weiteren Frauen für das 128er-Hauptfeld und belegte dabei Rang 49. bit