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Sieg gegen den Tabellenzweiten

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Sebastian Wessels erfreute sich einer Sonderbewachung. Trotzdem entkam der pfeilschnelle Außenstürmer seinen Widersachern einige Male. (Foto: Wechslinger)

Den Spielern der SG Schönau war von vorneherein klar, dass das Spiel in Hammerau ein besonderes würde, denn der Tabellenführer Schönau traf auf den Zweiten der Liga. Der Sieg der SG war verdient, obwohl die Hammerauer nach ihrem glücklichen Anschlusstreffer mit allen Kräften stürmten und so die Schönauer bei Standardsituationen einige Male in Verlegenheit gebracht haben. Mit dem Erfolg über einen direkten Konkurrenten erhöhte die SG Schönau ihre Titelambitionen, die mit dem Aufstieg in die Bezirksliga gekrönt würden. Noch stehen jedoch fünf Spielrunden aus.


Die Schönauer Sebastian Wessels und Toni Hölzl kamen gleich zu Beginn der Partie zu Riesenchancen, die jedoch der starke Hammerauer Schlussmann Florian Dusch zunichtemachte. 250 Zuschauer sahen in der Folge eine Schönauer Mannschaft im Vorwärtsgang, während sich die Gastgeber nur mit Befreiungsschlägen in alle Richtungen erwehrten. So war es nur eine Frage der Zeit wann die Schönauer in Führung gehen würden. Nachdem der FC-Torhüter zwei Topparaden gezeigt hatte, war er gegen das Eigentor von Rainer Geigl in der 19. Minute jedoch machtlos. Der Führungstreffer spornte die Schönauer noch mehr an. Die Hammerauer fanden hingegen überhaupt nicht ins Spiel und schossen weiter nach dem Motto »nur weg mit dem Ball«.

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Konsequentes Pressingspiel

Die Schönauer dagegen zogen wieder ihr Kurzpassspiel mit überraschenden Vorstößen von Toni Hölzl und Sebastian Wessels auf. Auch mit dem konsequenten Pressingspiel der Gäste kamen die Platzherren nicht zurecht. Die Schönauer spielten aus einer gesicherten Abwehr über die Mittelfeldachse, in der Korbinian Burger und Stefan Weinbuch viel Arbeit leisteten, in die Spitzen. Dort brachten Toni Hölzl und Sebastian Wessels die Hammerauer Abwehr permanent in Verlegenheit. Auch Markus Lochner kämpfte wie immer verbissen um jeden Meter Raum. In der 42. Minute deutete der Unparteiische nach einem Handspiel eines Hammerauers auf den Elfmeterpunkt. Sebastian Wessels übernahm die Verantwortung. FC-Torhüter Florian Dusch flog aus Sicht von Wessels in die linke Ecke, Wessels genauer Schuss passte jedoch präzise in die rechte Ecke. So ging es mit einer beruhigenden 2:0-Führung in die Halbzeitpause. Die Schönauer begannen auch den zweiten Durchgang so wie sie den ersten beendet hatten. Die Hammerauer fanden zunächst keine Möglichkeit ein Spiel aufzuziehen. Durch das frühe Draufgehen wurde Hammerau immer wieder in die Defensive gedrängt. Alleine Matej Kovac (10) und Julian Galler (15) konnten sich einige Male in Szene setzen und das Hammerauer Spiel nach vorne treiben. Wenn einmal ein Ball durch die Schönauer Abwehr ging, war bei SG-Torhüter Christian Thurner Endstation, der wieder eine sichere Partie zeigte.

Das einzige Manko im Schönauer Spiel war, dass sie den letzten entscheidenden Ball oder Torschuss nie abschlossen. Sonst wäre Hammerau arg unter die Räder gekommen. Ab der 50. Minute erhöhte der FC die Schlagzahl, wären aber noch länger einem Treffer nachgelaufen, hätte ein Schönauer Abwehrspieler nicht ein unnötiges Faulspiel begangen. Das ermöglichte Hammerau einen Freistoß. Nach der Ausführung mit einem hohen Ball in den Strafraum waren sich SG-Torhüter Thurner und Abwehrspieler Daniel Widl nicht einig und so ging der Ball in der 55. Minute durch einen unfreiwilligen Kopfball Widls ins eigene Tor.

Zunehmend Abspielfehler

Nach diesem Anschlusstreffer mobilisierte die Mannschaft vom FC Hammerau noch einmal alle Kräfte, während die Schönauer aus ihrem guten Spielfluss und ihrem System gerissen waren. Jetzt häuften sich bei der SG auch Abspielfehler. Kamen die Gäste doch einmal in Richtung Hammerauer Strafraum, setzte sich eine gewisse Unentschlossenheit fort. Die Hammerauer dagegen versuchten weiterhin die Schönauer Abwehr mit hohen Bällen zu knacken, was ihnen auch fast gelungen wäre. Einige Male hatten die Schönauer Glück nicht den Ausgleich hinnehmen zu müssen. Eine Schrecksekunde für Schönau war eine Verletzung des wichtigen Abwehrspielers Daniel Widl, der jedoch nach Behandlung von Rudi Lorenz weiterspielen konnte.

Die Schönauer wackelten in der Folge ziemlich, während Hammerau scheinbar wieder besser ins Spiel kam. Die offensivere Spielweise des FC ermöglichte den Schönauern Konterchancen. Nach einem gelungenen Angriff über Daniel Maier und Toni Hölzl kam Stefan Weinbuch an den Ball, doch sein Schuss war zu schwach.

Beim FC Hammerau schaltete sich immer wieder der starke Abwehrspieler Andreas Bogner ins Sturmspiel ein, der für seine Kopfballstärke bekannt ist. Schönaus Abwehr wackelte, konnte einen Treffer aber verhindern. In der 81. Minute flog der Hammerauer Christian Mai nach wiederholtem Foulspiel vom Platz. Doch obwohl Schönau jetzt einen Mann mehr auf dem Feld hatte, sah es manches Mal eher so aus, als wäre es umgekehrt. Hammerau stürmte mit allen Mannschaftsspielern, sogar der Torhüter stand an der Mittellinie.

Mit der Mannschaft zufrieden

In der Schlussphase gab es noch einen Freistoß für Schönau, zentral von der Strafraumgrenze. Doch auch diese Chance nützten sie nicht und so setzte sich Hammeraus vergeblicher Sturmlauf fort. Nach 94 Minuten pfiff der souverän leitende Schiedsrichter Michael Huber vom FC Mühldorf die Begegnung ab. »Wir haben im letzten Jahr zur gleichen Zeit gegen den Abstieg gespielt, jetzt sind wir sehr nahe am Meistertitel dran. Das Spiel in Hammerau war schwer, aber wir haben gewonnen. Alleine das zählt, auch wenn die zweite Halbzeit nicht so gut wie die erste war. Wir haben mit Abstand die beste Abwehr der Liga, ich bin mit meiner Mannschaft hoch zufrieden«, befand Trainer Thomas Meißner nach dem Kraftakt in Hammerau.

SG Schönau: Christian Thurner; Sebastian Rabenbauer, Lukas Laue, Daniel Widl, Stefan Weinbuch, Toni Hölzl, Korbinian Burger, Markus Lochner, Sebastian Wessels, Jörn Herdecke, Daniel Maier, Andreas Angerer. Christian Wechslinger