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Sieg trotz vieler vergebener Chancen

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Eine Halbzeit lang erwehrte sich der SV Kirchanschöring II der drückenden Überlegenheit des TSV Berchtesgaden, der in der zweiten Halbzeit doch noch zum Sieg kam. (Foto: Wechslinger)

Der TSV Berchtesgaden besiegte den SV Kirchanschöring zwar mit 2:1, machte sich aber dabei das Leben selber schwer. Statt zur Halbzeit mit mindestens drei Toren Vorsprung vorne zu liegen, stand es nach 45 Minuten 1:0 für den Gast. Erst im zweiten Abschnitt sorgten die Berchtesgadener für klare Verhältnisse und kamen zu einem hoch verdienten 2:1-Erfolg. Dieser Erfolg war aber auch bitter nötig, denn der TSV steht immer noch auf einem Abstiegsplatz und muss noch einige Spiele gewinnen, um sich vor dem Abstieg zu retten.


Die Gäste aus Kirchanschöring hatten Probleme, überhaupt eine Mannschaft zusammen zu bringen. Doch der zusammengewürfelte Haufen schlug sich besser als erwartet. Freilich profitierten die Gäste auch vom Unvermögen der TSV-Spieler, die ihre Chancen reihenweise vergeben haben. Bereits in der zweiten Spielminute passte Christian Winkler ideal auf Mittelstürmer Robert Reichlmeier, dessen Schuss jedoch weit übers Tor flog. Berchtesgaden dominierte in der Anfangsphase in allen Belangen.

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Doch entweder standen Spieler im Abseits oder die Angriffe wurden nicht zu Ende gespielt. So erzielte Winkler in der sechsten Spielminute ein Tor, das der Schiedsrichter wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht anerkannt hat. Thomas Riebesehl leitete nicht schlecht, wenn auch seine Pfiffe zumeist recht spät erfolgten. Bis zur Mitte der ersten Halbzeit erspielten sich die Platzherren eine Chance nach der anderen, aber der letzte entscheidende Pass und der torbringende Schuss wollten nicht gelingen. So setzte der gut aufspielende Martin Förg einen Kopfball aus kurzer Entfernung neben das Tor (29.). Kirchanschöring hatte über eine halbe Stunde lang nicht eine Torchance. In der 40. Minute zeigte der Gästetorhüter Josef Thanbichler, dass er schon höherklassig gespielt hat, als er einen Scharfschuss von Förg über die Latte gelenkt hat. In der 42. Minute wurde der Spielstand auf den Kopf gestellt, als Kirchanschöring durch Ndome Mamadou den Führungstreffer erzielt hat. Die Berchtesgadener Abwehr stand insgesamt gut, sah aber beim Gästetreffer nicht gut aus.

Gefährlicher Christian Wallisch

Die zweite Halbzeit begann mit weiterem druckvollem Spiel des TSV Berchtesgaden. Gefährlich wurde es für die Platzherren jedoch, wenn Kirchanschörings Christian Wallisch am Ball war. Wallisch zwang TSV-Schlussmann Stefan Schach zu einigen sehenswerten Paraden. Auf der anderen Seite des Spielfeldes setzte sich Martin Förg mit großem Einsatz durch und passte auf Winkler, der es fertig brachte, aus drei Metern am Tor vorbeizuschießen (55.). Beim nächsten Versuch klappte es besser. Matthias Althaus erzielte in der 57. Minute mit großem Durchsetzungsvermögen den hoch verdienten Ausgleich.

Schlechte Pässe, spätes Abspiel

Doch im Gegenzug kam schon wieder Kirchanschöring neuerlich durch Wallisch zu einer Chance, die zum Glück für den TSV am Außenpfosten endete. Mankos im Berchtesgadener Spiel waren schlechte Pässe und zu spätes Abspiel. Kirchanschöring witterte seine Chance zum Sieg zu kommen, doch TSV-Torhüter Stefan Schach war stets auf der Hut. Nach zunächst einer weiteren vergebenen Chance des TSV Berchtesgaden beging der Gästetorhüter einen einzigen Fehler, den Florian Popp in der 76. Minute zum Siegtreffer nützte. Popp zeigte dabei sein technisches Vermögen, als er den Ball per »Lupfer« in die Maschen setzte. In der Schlussphase kamen noch einmal Förg und Popp zu Möglichkeiten. Doch es blieb beim Sieg, der Berchtesgaden weiterhin auf den Klassenerhalt hoffen lässt. Abwehrchef Marek Brazina und Außendecker Tobias Botzenhard verdienten sich neben Florian Popp die besten Noten.

TSV Berchtesgaden: Schach; Brazina, Botzenhard, Gökbayrak, Popp, Lindner (37. Tugui), Reichlmeier, Hartmann, Winkler (69. Heindl), Förg, Althaus. Christian Wechslinger