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Sieg und Spaß auf gefrorenem Nass

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Lieferte ein Spitzenspiel: die Mannschaft des EV Berchtesgaden (in Rot-Blau). (Foto: Wechslinger)

Berchtesgaden – Ein Eishockey-Feuerwerk brannte die junge Mannschaft des EV Berchtesgaden gegen den EC Pfaffenhofen 1 b ab. Nur im Mittelabschnitt fanden die Berchtesgadener nicht zu ihrem guten Spiel zurück. Der EVB hatte das Glück, nicht in Rückstand geraten zu sein, denn die Gäste trafen dreimal ans Toreisen. Nach einer Ansprache von Trainer Manfred Mühllechner kam das Team im letzten Drittel wieder zurück zu seinem guten Spiel. Mühllechner hatte seine Spieler dazu aufgefordert, sich nicht in Einzelaktionen und verbalen Attacken zu ergehen. Im Schlussabschnitt zeigten die Eisherren teilweise begeisternde Aktionen, die von drei Treffern gekrönt waren.


Überschattet wurde die hart umkämpfte Begegnung durch eine schwere Gesichtsverletzung von Maximilian Zauner, der die etwa 170 Gramm schwere Hartgummischeibe abgefälscht ins Gesicht bekommen hatte. Zauner verließ zum Schrecken seiner anwesenden Familie sofort die Eisfläche und begab sich in ärztliche Behandlung.

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Sehr guter Start

Dabei hatte die Begegnung für den als Außenstürmer aufgebotenen Spieler mit zwei blitzsauberen Treffern nach dem unnötigen 0:1-Rückstand gegen Ende des ersten Drittels sehr gut angefangen. Für das zunächst beruhigende 3:1 im ersten Drittel sorgte der technisch versierte Verteidiger Stefan Fegg.

Doch wie so oft kam im Mittelabschnitt ein Bruch ins zunächst so gute Match des EV Berchtesgaden. Auf einmal kamen die Pässe nicht mehr an und die Abwehr schwamm gehörig. Nur gut, dass die Pfaffenhofener ihre Visiere schlecht justiert hatten und dreimal ans Toreisen getroffen haben.

Die auffälligsten Spieler der Gäste waren Peter Dietrich (58), der das Eishockeyspielen in der Deutschen Nachwuchsliga und bei den Erdinger Gladiators in der Bayernliga gelernt hatte sowie der schon 47-jährige Hannes Lohrer (23), der mit dem EC Pfaffenhofen schon einmal in der 2. Liga gespielt hatte, und Manuel Kühnl (84), der mit der ersten Mannschaft längere Zeit in der Regionalliga an der Scheibe gewesen war.

Im Tor der Gäste stand mit Franziska Albl eine Frau, die eine gute Figur abgab, wenn sie auch bei einigen Toren etwas unglücklich ausgesehen hat. Albl ist als Angehörige der Sportfördergruppe der Bundeswehr Vollprofi und hat auch schon in der Frauenbundesliga gespielt.

Der Gast holte auf

Dem Gast glückte bereits nach weniger als einer halben Minute Spielzeit in Drittel zwei der Anschlusstreffer. Als eine Minute vor Ende des Drittels auch noch Berchtesgadens bester Spieler Stefan Giritzer eine umstrittene Zweiminutenstrafe bekommen hatte, wackelte der EVB, fiel aber nicht. Vielmehr überstand das Team auch die erste Minute im Schlussabschnitt mit vier Mann gegen vier Gästespieler unbeschadet.

Druckvolles Spiel

Und in der Folge fand der EVB wiederum zu seinem konstruktiven und druckvollen Spiel. Das beruhigende 4:2 erzielte schon früh Richard Kroll. Die neuerlich groß aufspielenden Fegg-Brüder Christian und Stefan sorgten schließlich in der Schlussphase noch für das klare 6:2, das bei besserer Chancenauswertung durchaus höher ausfallen hätte können.

Teilweise sehr schlechtes Passspiel und kein gutes Überzahlspiel waren die Negativpunkte in einem jedoch durchaus sehenswerten Spiel.

Die nächste Gelegenheit den EVB zu sehen bietet sich am Sonntag beim Match gegen den ASV Dachau.

Skorer: 0:1 (12.), 1:1 (17.) Zauner/C. Fegg, 2:1 (18.) Zauner/Brandner; 3:1 (20.) S. Fegg/Pflug/Brandner; 3:2 (21.); 4:2 (43.) Kroll/Pflug, 5:2 (57.) C. Fegg/Pflug, 6:2 (58.) S. Fegg/Pflug.

Strafen: EV Berchtesgaden 12, EV Pfaffenhofen 1b 20 Minuten.

EV Berchtesgaden: T. Schäfer (Wenig); S. Fegg, Giritzer, S. Kohl, F. Schäfer, Brandner, Osterholzer, Kroll, Gadringer, Bräuer, C. Fegg, Zauner, Pflug, Berreiter, V. Kohl. Christian Wechslinger