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Sie gewann den Einzellauf und ist derzeit Zweite der Gesamtwertung: Janina Hettich-Walz. (Foto: DSV)

Siege der Damen krönen gute Bilanz

Mit Siegen der deutschen Damen im Einzellauf und im zweiten Sprint beendete das deutsche Biathlon-Team den erfolgreichen Auftritt beim IBU-Cup in Idre (Schweden). Auch die Männer erreichten mehrere vordere Platzierungen.

Im Einzellauf über 15 km triumphierte Janina Hettich-Walz (SC Schönwald/43:49,2 Minuten/1 Schieß-fehler). Sie verwies Maren Kirkeeide (Norwegen/+ 5,0 Sekunden/1 Schießfehler) und Mona Brorsson (Schweden (+ 8,6/0) auf die Plätze. Das starke Abschneiden der Deutschen rundeten Mareike Braun (DAV Ulm/+ 26,8/1) als Vierte und Marion Wiesensarter (SV Oberteisendorf/+ 27,3/1) als Fünfte ab.

Aufsteigende Tendenz wies bereits hier Vanessa Hinz (SC Schliersee/Stützpunkt Ruhpolding/ + 1:12,3/2) nach. Sie wurde Neunte. Gut erholt von ihrem sturzbedingten Ausscheiden im ersten Sprint zeigte sich auch Lisa Spark (SC Traunstein): Die 22-Jährige (+ 2:53,6/2) belegte den 17. Platz.

Rang 24 im Feld der 89 Teilnehmerinnen erreichte Selina Grotian (SC Kastl/+ 3:41,4/4), die sich tags darauf im Sprint den Sieg holte. In 20:53,7 Minuten (1 Schießfehler) setzte sie sich auf der 7,5-km-Distanz vor Tilda Johansson (Schweden/+ 7,3/1) sowie Vanessa Hinz (+ 8,7/1) an die Spitze.

Lisa Spark überzeugte mit dem 8. Platz (+ 29,8/1), Hettich-Walz /+ 40,0/2) wurde Zehnte. Platz 34 gab es für Mareike Braun (1:48,7/4). Wiesensarter musste wegen Rückenproblemen auf einen Start verzichten.

Nach den ersten Wettbewerben in Schweden führt Marthe Johansen (Norwegen) mit 254 Punkten die IBU-Cup-Gesamtwertung vor Janina Hettich-Walz (241) und Tilda Johansson (Schweden/175) an. Fünfte ist Wiesensarter (165), Vanessa Hinz (136) Neunte. Bislang 58 Punkte gesammelt hat Lisa Spark, die damit den 23. Rang einnimmt.

Auch die deutschen Männer hielten beim Doppelsieg des Norwegers Endre Strömsheim in beiden Wettbewerben gut mit. »Dass die Norweger zum Saisonbeginn läuferisch dominieren, ist keine Überraschung. Sie sind ohnehin stark, aber vor allem haben sie schon viel mehr Schneekilometer als unsere Athleten«, weiß Tobias Reiter (Oberwössen), der für den Perspektivkader der deutschen Herren verantwortlich ist. »Und wir sind läuferisch von Rennen zu Rennen näher herangerückt«, lobt er seine Schützlinge.

Auf der 20-km-Strecke setzte sich Strömsheim (50:24,2/1) vor seinem Landsmann Aleksander Andersen (+ 7,0/1) sowie dem deutschen Duo Lucas Fratzscher (WSV Oberhof/+ 17,4/0) und Philipp Horn (SVE Frankenhain/+ 54,6/2) an die Spitze. Aus dem Stützpunkt Ruhpolding folgten auf dem 16. Platz Dominic Schmuck (SC Schleching/+ 3:11,7/3) und auf Rang 18 Marco Groß (SC Ruhpolding/+ 3:19,5/2). Simon Kaiser (WSV Oberhof/+ 4:02,4/4) belegte den 24. Platz unter 104 Teilnehmern, Johannes Donhauser (SC Ruhpolding) war nach seinem Sturz im ersten Sprint noch angeschlagen und musste letztlich das Renen vorzeitig beenden. »«Wir haben es probiert, nachdem die Ärzte ihr Okay gegeben hatten. Aber wir haben schon nach einer Runde gemerkt, dass es noch zu früh ist«, berichtet Reiter.

Im 10-km-Sprint musste sich Philipp Horn (+ 13,1/0) nur dem siegreichen Endre Strömsheim (24:44,5/1) geschlagen geben. Das Stützpunkt-Duo Groß (+ 57,6/9/0) und Schmuck (+ 1:03,3/1) landete auf dem 7. bzw. 8. Platz. Je drei Strafrunden verbuchten Fratzscher (+ 1:19,9) und Kaiser (+ 1:36,8), dies bedeutete den 12. und den 20. Platz. »Gleich vier Athleten unter den Top Zwölf, das ist schon richtig gut«, freut sich Tobias Reiter.

In der Gesamtwertung dominiert Strömsheim (345 Punkte) vor Horn (225). Fratzscher (5./165) und Dominic Schmuck (8./113) sind noch in den Top Ten vertreten, knapp dahinter folgt auf dem 13. Platz Marco Groß mit 104 Zählern.

Nun hat das Team erst einmal Zeit, sich bis zum nächsten IBU-Cup in Ridnaun (15. bis 18. Dezember) vorzubereiten. »Jetzt freuen sich alle darauf, erst einmal daheim zu sein und in ihren Stützpunkten zu trainieren. Am nächsten Dienstag geht es nach Ridnaun, wo wir am Mittwoch einen gemeinsamen Trainingstag haben, ehe am Donnerstag die Wettkämpfe beginnen.«

In Ridnaun stehen bei den Damen und den Herren jeweils ein Sprint, ein Verfolgungsrennen und ein Massenstart 60 (d. h. mit 60 Teilnehmern) auf dem Programm. »Und dabei sollen sich unsere Athleten weiterentwickeln und auf hohem Niveau die nächsten Schritte machen«, umreißt Reiter die Ziele.

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