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Siegsdorfer Lehrstellenbörse an der Mittelschule

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Handwerk. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archiv Foto: dpa

Siegsdorf – Erstmals veranstalten der Siegsdorfer Gewerbeverbund und die Mittelschule Siegsdorf eine "Siegsdorfer Lehrstellenbörse". Sie findet am kommenden Mittwoch von 11 bis 14 Uhr in der alten Aula der Mittelschule Siegsdorf statt; der Eintritt ist frei.


Bei dieser Lehrstellenbörse werden freie Ausbildungsplätze in Siegsdorf vorgestellt, ebenso Berufe, die nicht direkt nach dem Mittelschulabschluss, jedoch mit entsprechender Zusatzeignung erlernt werden können. Es soll in legerem und zwanglosem Rahmen der direkte Kontakt zwischen Schülern und Ausbildungsbetrieben gesucht werden. Gegenseitiges Kennenlernen und Abbau möglicher Berührungsängste sind weitere Ziele dieser Aktion, für die viele Siegsdorfer Firmen ihre Teilnahme angekündigt haben.

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Laut dem Vorsitzenden des Gewerbeverbunds Siegsdorf, Dr. Jürgen Leikert, reagiert man mit der erstmaligen Ausrichtung dieser Lehrstellenbörse "auf alarmierende Hinweise unserer Mitgliedsfirmen": Der Fachkräftemangel und unbesetzte Lehrstellen seien bereits seit längerem auch für viele Siegsdorfer Unternehmen ein brisantes Thema. Die Ursachen seien vielschichtig und die beiden Bereiche unmittelbar miteinander verknüpft – ohne Berufsausbildung keine Fachkräfte.

Leikert kritisiert auch: Wer bei jeder Gelegenheit die Jugend dazu anhalte, möglichst lange zur Schule zu gehen, anstatt mit 15, 16 oder 18 Jahren eine Berufsausbildung zu beginnen, erwecke leichtfertig den völlig falschen Eindruck, eine Berufsaufbildung sei minderwertiger als ein vermeintlich höherer Schulabschluss. Und er verweist auch darauf, dass eine abgeschlossene Berufsausbildung eine stabile Basis und ein gewaltiges Sprungbrett für viele attraktive und einträgliche Karrierewege sein kann.

Bei der "Siegsdorfer Lehrstellenbörse" haben alle Siegsdorfer Mittelschüler aus insgesamt elf Klassen, von der 7. bis zur 10 Jahrgangsstufe die Gelegenheit, potenzielle Ausbildungsbetriebe und Arbeitgeber unverbindlich und genau unter die Lupe nehmen zu können, bevor sie sich für eine Lehre oder eben doch für einen schulischen Bildungsweg entscheiden. Willkommen sind aber auch Schüler anderer Schulen und Schulformen sowie die Eltern aller Schüler. fb

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