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Sinfonische Blasmusik aus jugendlichen Kehlen

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Das Bezirksjugendorchester während der Probenarbeit in der Jugendherberge in Burghausen.

Eine Premiere der besonderen Art gibt es am Samstag um 20 Uhr auf Schloss Pertenstein bei Traunreut: Das neue Bezirksjugendorchester Chiem-Rupertigau gibt sein erstes Konzert mit sinfonischer Blasmusik. 47 junge ambitionierte Musikerinnen und Musiker aus dem Bezirk Chiem- und Rupertigau unter der Leitung von Martina Foster zeigen dabei erstmals ihr Können.


Als im Februar dieses Jahres die Planungen für das Orchester begannen, war noch nicht absehbar, wohin die Reise geht. »Uns war wichtig, dass wir den Jugendlichen aus den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein die Möglichkeit geben, über den Teller-Rand der eigenen Musikkapelle zu schauen«, berichtet der Bezirksvorsitzende Robert Koch. Sehr zur Freude der Organisatoren meldeten sich auf Anhieb 47 Musikerinnen und Musiker für das Orchester an.

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Eine wichtige Frage war noch, wer die Leitung des Orchesters übernimmt. Die Wahl fiel dabei auf die junge Leobendorfer Dirigentin Martina Forster. Die 21-Jährige ist staatlich anerkannte Dirigentin und hatte bereits Erfahrung bei der Leitung eines Jugendorchesters. An zwei Probentagen und einem Probenwochenende in der Jugendherberge Burghausen wurde ein spannendes, aber auch ambitioniertes Konzertprogramm erarbeitet. Dabei wurden die Jugendlichen gezielt an ihre eigenen Leistungsgrenzen geführt.

»Es ist beeindruckend, mit welchem Engagement und welcher Freude die Musikerinnen und Musiker sich in die Probenarbeit stürzen«, erzählt die Dirigentin. Denn aufgrund der kurzen Probenphase wurde die Probenzeit intensiv für die Konzertvorbereitung genutzt. Unterstützt wurde die Dirigentin von einer Handvoll Dozenten, welche sich in Registerproben um den Feinschliff der einzelnen Instrumentengruppen kümmerten.

In den Registerproben, bei denen sich das Orchester nach Holzbläsern, Schlagwerk, Horn, hohes und tiefes Blech aufteilte, wurde das Hauptaugenmerk auf die technischen und rhythmischen Besonderheiten der einzelnen Register gelegt. Geleitet wurden diese Proben von Referenten aus den heimischen Kapellen, die bei den Musikern mit ihrer lockeren Art, aber auch mit ihrer sehr professionellen Arbeit überzeugen konnten. In den Gesamtproben arbeitete das Orchester am Klangbild und dem Zusammenspiel. Hier zeigte sich, dass die jungen Musikerinnen und Musiker in den kleinen Gruppen schon bestens vorbereitet wurden und in der kurzen Zeit ein homogener Klangkörper entstanden ist.

Neben den musikalischen Aspekten war es dem Organisationsteam um Elisabeth Schöndorfer und Veronika Huber aber ebenso wichtig, dass sich die Jugendlichen auch untereinander noch besser kennenlernen. »Ein besonderer Reiz an dem Orchester ist es, dass hier junge Musikerinnen und Musiker aus 16 verschiedenen Musikkapellen teilnehmen. Es ist schön mit anzusehen, wenn aus anfangs sich fremden Menschen ein verschworener Haufen wird«, meine dazu die Bezirksjugendleiterin Elisabeth Schöndorfer.

Im stimmungsvollen Ambiente des Marstallsaales wartet nun am Samstag auf die Konzertbesucher mit dem Marsch »Olympic Spirit« von John Williams, Themen aus der 5. Symphonie von Dvorak, dem Broadway-Song »So in Love«, der musikalischen Erzählung »Border Zone« und einigen Walzern und Polkas eine bunte musikalische Mischung. Der Eintritt ist frei. fb

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