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Skaterpark und Freizeitanlage am Sportplatz in Freiweidach

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Marquartstein – Aus dem bisherigen, in die Jahre gekommenen Skaterplatz am Sportplatz in Freiweidach soll eine »multifunktionale Jugend-Freizeitanlage« am Sportplatz in Freiweidach werden. Das beschloss der Marquartsteiner Gemeinderat mit 13:7 Stimmen.


Bürgermeister Andreas Scheck, der zugleich Sachbearbeiter des Projekts ist, erläuterte, dass in den 1990er Jahren am Sportplatz Marquartstein ein multifunktionelles Sportfeld für Handball, Basketball und Skateboard geschaffen wurde. Mit hohem Engagement und viel Eigenmitteln hätten die Jugendlichen mit dem Jugendförderverein der Gemeinde in den Jahren 2010 bis 2012 diverse Skateboard-Hindernisse gebaut, erinnerte Scheck. Nun sei die Anlage »stark in die Jahre gekommen« und auch der Bodenbelag entspreche nicht mehr den »sportlichen und sicherheitsrelevanten Ansprüchen«, so Scheck im Gemeinderat.

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Wegen des erhöhten Risikos könne die Anlage daher von der »sehr engagierten und mitgliedsstarken Skater-Szene Marquartsteins und des Achentals« nicht mehr zweckgemäß genutzt werden, so das Gemeindeoberhaupt. Die interessierten Nachwuchs-Skater würden vom Verletzungsrisiko des bestehenden Belags abgeschreckt. Sie würden sogar mit dieser Sportart teilweise wieder aufhören, obwohl es erfahrene Skater gäbe, die die Anfänger anlernen würden, wusste Scheck zu berichten. Die nächsten »vernünftig nutzbaren Anlagen« lägen in Prien und Traunstein.

Scheck erinnerte weiter, dass die Gemeinde im Frühjahr 2017 zwei Workshops mit Kindern und Jugendlichen im Saal des Gasthofs Prinzregent veranstaltet hatte, wobei sich die Jugendlichen intensiv eingebracht hätten. Dabei sei ein Konzept für den Umbau der Anlage zu einem modernen und gut nutzbaren Skaterplatz erarbeitet worden, so der Bürgermeister. Inzwischen liegt der Gemeinde ein Angebot vor. Die Kosten belaufen sich auf rund 42 000 Euro. Diese Maßnahme sei als Projektvorschlag inklusive begleitender Beschilderung bei der lokalen Aktionsgruppe Chiemgauer Alpen vorgestellt und bereits vom Lenkungsausschuss genehmigt worden, so der Bürgermeister. Die Förderung der Nettokosten in Höhe von 50 Prozent der Kosten sei in Aussicht gestellt worden. Nach Abzug der Förderung verbliebe ein Eigenanteil von rund 27 400 Euro für die Gemeinde.

Andreas Scheck resümierte, dass die Einrichtung eines Skaterparks »ein sehr gutes Instrument sei, um Jugendliche am Ort zu halten«. Zum genauen Ablauf erläuterte er, dass zuerst ein »geeigneter Bodenbelag« aufgebracht werden müsse und sodann Kauf und Montage »diverser Skateboard-Hindernisse«, wie Granit-Bank, »Kicker«, »Quarterpipe« und weitere Hindernisse angebracht würden. Es müsse ein Ausgleich des Höhenunterschieds zwischen neuem Bodenbelag und bestehender Platzfläche erfolgen. Außerdem werde ein einheitliches Info-Ständersystem der Wanderregion für Infos zum Skaterpark und den alternativen Skaterparks in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein realisiert, so Scheck. Dazu werde der Skaterpark im Straßenverkehr ausgeschildert und das Jugend-Angebot in das überregionale Angebot der Gemeinden des Achentals integriert.

Lärmproblematik wird geklärt

Zu Beginn der Diskussion im Gemeinderat über das Projekt lobte Peter Lloyd das »super ausgearbeitete Konzept«. Er sah allerdings einige technische Probleme bei dem von der Firma vorgeschlagenen »Super-Smooth«-Bodenbelag. Auf Lloyds Frage, woher denn der Granit stamme, sagte Scheck, »sicher aus China«. Lloyd erinnerte sich, dass es früher häufig Probleme wegen des Lärms mit den Nachbarn gegeben habe. Er forderte deshalb, dass die Lärmproblematik unbedingt vorher mit den Nachbarn besprochen werden müsse.

Auch Thomas Halder sagte, man könne die Skater oft mehrere Meter weit hören, sodass der Schallschutz abgeklärt werden müsse. Auf die Frage von Klaus Hell, wie für Schattenbereiche auf dem Platz gesorgt würde, antwortete der Bürgermeister, dass zwei Linden gepflanzt würden.

Hubert Götschl ergänzte, dass leicht auch ein Dach oder Sonnensegel aufgespannt werden könnten, das auch bei Regen gute Dienste leisten könnte. Auf Götschls Frage, ob statt Granit auch Beton verwendet werden könnte, antwortete Scheck, dass dies vorab noch abgeklärt werde. Auf die Frage von Toni Entfellner sagte Scheck, dass die Jugendlichen über die Gemeinde, aber auch durch den Jugendförderverein versichert seien. gi