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Snowboard-WM: Gold für Laböck, Bronze für Kober

Medaillen-Duo
Isabella Laböck (l) freut sich über Gold, Amelie Kober über Silber. Foto: Christophe Karaba Foto: dpa
WM-Gold
Isabella Laböck posiert mit ihrer Goldmedaille bei der Siegerehrung in Stoneham. Foto: Christophe Karaba Foto: dpa
Siegerin
Isabella Laböck hat sich beim Parallel-Riesenslalom gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Foto: Christophe Karaba Foto: dpa
Im Ziel
Im Ziel reißt Isabella Laböck die Arme in die Höhe und jubelt über den Sieg. Foto: Christophe Karaba Foto: dpa
Dritte
Amelie Kober sicherte sich bei der WM in Stoneham den dritten Platz. Foto: Christophe Karaba Foto: dpa
Titelverteidiger
Der Österreicher Benjamin Karl konnte seinen Titel verteidigen und jubelt im Schnee. Foto: Christophe Karaba Foto: dpa

Stoneham (dpa) - Das Telefon klingelte bei Weltmeisterin Isabella Laböck Sturm - und die Glückwünsche für die Snowboarderin schienen vor einer kurzen Titelfeier kein Ende zu nehmen.


«Ich denke, dass wir heute ein bisschen anstoßen und uns dann wieder auf den Slalom fokussieren», sagte die 26-Jährige nach dem Sieg im Parallel-Riesenslalom. Teamkollegin Amelie Kober machte als Dritte den größten deutschen Damen-Erfolg in Stoneham/Kanada perfekt. «Das ist ein Traum, der in Erfüllung geht», hob die Olympia-Zweite von 2006 den besonderen Tag der Verbandsgeschichte hervor.

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Erstmals seit Patrick Bussler 2009 gab es für die deutschen Snowboarder wieder eine Medaille bei einem Großereignis, der bislang letzte Titel lag bis zu Laböcks Coup schon 14 Jahre zurück. «Das tut dem ganzen Team gut», betonte Sportdirektor Stefan Knirsch. «Das ist eine gigantische Leistung.» Zuletzt war der Verband vor allem von schweren Verletzungen seiner Snowboardcrosser in den Planungen zurückgeworfen worden. «Der Tag heute entschädigt für viel», gestand ein überglücklicher Knirsch am Telefon.

Laböck sicherte sich den Titel im zweiten Finaldurchgang mit 0,68 Sekunden Vorsprung vor Dujmovits, Kober behielt um 0,26 Sekunden die Oberhand gegen die Norwegerin Hilde-Katrine Engeli. «So etwas gab es noch nie», sagte Knirsch über die Erfolge, die auf dem Weg zu Olympia in Sotschi Rückenwind geben sollen. Denn dort will der Snowboard Verband Deutschland (SVD) gerne dreimal Edelmetall holen.

Den zuvor letzten deutschen WM-Coup hatte Markus Ebner 1999 mit seinem Sieg im Riesenslalom von Berchtesgaden gefeiert. Laböck ist die zweite deutsche Snowboard-Weltmeisterin nach Heidi Renoth, die vor 16 Jahren im Slalom gewonnen hatte. Geburtstagskind Selina Jörg kam auf Platz 15, Anke Karstens erreichte Rang 32. Beide wollen am Sonntag weiter nach vorne. «Jetzt ist der Fokus schon auf Sonntag gerichtet», räumte auch Kober vor dem Abschluss der WM-Wettbewerbe im Parallel-Slalom ein. Zunächst aber möchte Konstantin Schad im Snowboardcross-Wettbewerb am Samstagabend weit nach vorne fahren.

Bei den Herren verteidigte der Österreicher Benjamin Karl seinen WM-Titel erfolgreich. Der 27-Jährige übertrumpfte im Finale den Italiener Roland Fischnaller, Dritter wurde der Russe Vic Wild. Die deutschen Teilnehmer verpassten das Achtelfinale, Alexander Bergmann wurde als bester SVD-Starter 21.