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Söderholm nach dramatischem Sieg: »Das war echt stark«

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Toni Söderholm
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DEB-Coach Toni Söderholm ist mit der Leistung seiner Spieler zufrieden. Foto: Monika Skolimowska Foto: dpa

In den letzten zwei Minuten wendete Deutschlands Eishockey-Team die drohende Niederlage gegen WM-Gastgeber Slowakei ab. Das Viertelfinale ist damit so gut wie erreicht und die Olympia-Qualifikation für 2022 geschafft. Bundestrainer Söderholm war trotzdem außer sich.


Kosice (dpa) - Antworten von Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm nach dem dramatischen 3:2 des deutschen Eishockey-Nationalteams bei der Weltmeisterschaft gegen Gastgeber Slowakei.

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Wie haben Sie das Spiel erlebt?

Toni Söderholm: Die Slowaken waren besser in den ersten zwei Dritteln, auf alle Fälle, das muss man ganz klar sagen. Wir waren ständig unter Druck. Wenn die Jungs so zurückkämpfen und am Ende so Power geben, kann man die Jungs nur loben. Das war echt stark.

Was bedeuten Ihnen die vier Siege zum WM-Auftakt?

Söderholm: Ich bin glücklich für das deutsche Eishockey, dass der Anfang in dem Turnier so gut war. Jetzt geben wir weiter Gas.

Sind Sie auch ein bisschen erleichtert darüber? Schließlich ist es Ihr erstes Turnier als Bundestrainer?

Söderholm: Ich kann nur meine Arbeit beeinflussen. Es sind die Jungs, die gekämpft haben. Ich versuche, sie vorzubereiten. Heute glaube ich nicht, dass ich das gut genug gemacht habe. Ich konnte die Jungs vielleicht nicht gut genug vorbereiten auf den Druck, der von den Slowaken kommt. Aber jetzt sehe ich besser aus, so wie die Jungs gekämpft haben.

Was hätte man denn anders machen können, um den Druck nicht zuzulassen?

Söderholm: Wir hätten viel mehr Schlittschuh laufen müssen. Wir waren unter Druck, weil wir zu weit weg voneinander waren. Wir haben nicht genug zurückgearbeitet. 

Ist es möglich, dass sich die Mannschaft in einen Rausch spielt und eine Wiederholung von Olympia-Silber möglich ist?

Söderholm: Man kann ja fragen: Was für einen Push braucht man denn noch, wenn er jetzt nicht kommt? Ich würde sagen, zum Glück haben wir ein paar Tage frei, so dass wir den Erfolg genießen können und dann wieder zurück auf den Boden kommen.

Ist eine Sensation wie bei Olympia wiederholbar?

Söderholm: Im Sport generell ist vieles möglich. Ich würde noch nicht so weit gehen. Ich glaube schon, dass vor uns noch ein paar Hürden stehen. 

Kann man das Wort Medaille in den Mund nehmen?

Söderholm: Das ist zu früh.

Verlässt sich die Mannschaft zu sehr auf das Talent einzelner Spieler wie das von Leon Draisaitl? 

Söderholm: Das ist eine gute Frage. Ich glaube wir hätten heute gemeinsam alle Fünf auf dem Eis besser spielen müssen. Ich glaube nicht, dass es eine Sache ist, wo wir zu sehr unserer Kunst oder den technischen Fähigkeiten vertrauen.

Wie geht es Moritz Seider nach dem üblen Foul?

Söderholm: Wach auf mit der Strafzeit! Wenn das keine Fünf-Minuten-Strafe ist, was dann? Er ist verletzt. Was braucht man für eine Fünf-Minuten Strafe? Der Kerl liegt ja fast bewusstlos auf dem Eis. Man muss die Spieler schützen, um Gottes Willen, jetzt ist Zeit wirklich. Wir reden darüber, dass sich ein Spieler wirklich verletzt hat. Da kann alles passieren bei so was.

Gibt es schon eine Diagnose?

Söderholm: Er fühlt sich jetzt besser. Aber da muss man warten, dass meine Emotionen runterkommen.

Wie sind die Chancen, dass NHL-Torhüter Philipp Grubauer nach seinen muskulären Problemen am Samstag gegen Kanada wieder spielen kann?

Söderholm: Er hat noch Untersuchungen morgen, dann wissen wir mehr. Ich hoffe, dass er spielen kann.

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