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Musik in historischem Gemäuer: Konzert von »Blues4Use« im Torfbahnhof

Sogar Moorleiche Rosaline wippt mit

Ein Konzert der besonderen Art bot die Band »Blues4Use« im Museumsgebäude Torfbahnhof Rottau. Ein begeistertes Publikum ließ sich von dem Konzert mitreißen und einige schwangen sogar das Tanzbein.

Die Musiker im gesetzten Alter, Musik aus vergangenen Jahrzehnten und das alte Gemäuer des Torfbahnhofs Rottau ergaben eine wunderbare Symbiose. (Foto: T. Eder)

Schon allein die Location des Konzerts war außergewöhnlich. Die alten grauen Mauern, der derbe Holzdielen- und Betonboden, die trüben Fenster, der große Waschzuber und dazwischen die vier Musiker von »Blues4Use« versprachen einen besonderen Kunstgenuss. Wo würde jammernder Blues besser hinpassen als in eine solche Umgebung? Selbst die Moorleiche Rosaline schien den Klängen zu lauschen. Ulli Nathen-Berger, Sänger und Bandleader, verstand es, das Publikum sofort einzunehmen. Rhythmische Melodien bekannter und auch weniger bekannter Songs gaben die vier Musiker zum Besten und wurden durch begeisterten Applaus belohnt.

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Da störte es auch nicht, dass sich der Schlagzeuger kurzfristig krankheitsbedingt verabschiedet hatte. Neben Ulli Nathen-Berger, brillierte Vollblutmusiker Thomas Bogenberger an Bass und Gitarre und zeigte, wie virtuos er seine Instrumente beherrschte. Nicht minder engagiert und musikalisch faszinierte Reinhard Knirsch am Saxofon, der die fehlenden Drums durch Klatschen zu ersetzen versuchten. Schließlich begeisterte ebenfalls Uli Bauer am Piano. Zusammen erzielten die vier Musiker ein hervorragendes Klangerlebnis, heizten die Stimmung unter den Gästen richtig an und ließen den Abend zu einem besonderen Erlebnis werden. Vor dem Auftritt von »Blues4Use« und in der Pause agierte DJ Hektix an seinem Mischpult und offerierte eine bunte Mischung aus Rock- und Rock´n´Roll-Songs der vergangenen 50 Jahre. Der Museumsverein Rottau hatte die Bewirtung übernommen. Tamara Eder