Sommerrevision auf der Geothermie-Anlage

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Der Turm auf der Geothermie-Anlage in Traunreut ist notwendig, um in der Bohrung Wartungsarbeiten durchzuführen. Die Reinigungsarbeiten an den Rohren dauern voraussichtlich bis Ende des Monats. (Foto: Rasch)

Traunreut – Der Turm auf der Geothermie-Anlage in Traunreut lässt vermuten, dass auf dem Gelände erneut Tiefenbohrungen durchgeführt werden. Dem ist aber nicht so. Nach Angaben des kaufmännischen Geschäftsführers der Geothermischen Kraftwerksgesellschaft Traunreut mbH, Sebastian Schultz, wird die Anlage benötigt, um Wartungsarbeiten in der Bohrung durchzuführen.


»Wir führen derzeit unsere jährliche Sommerrevision durch«, sagte Schultz auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts. Dabei nutze man die Sommermonate, weil der Fernwärmeverbrauch in dieser Zeit am geringsten sei.

Mittels eines Gestänges werden die Rohre der Förderbohrung von Kalkablagerungen befreit. Die Wartungsarbeiten werden voraussichtlich bis Ende Juli abgeschlossen sein.

Das Geothermie-Kraftwerk an der Staatsstraße 2104 (Waginger Straße) kann mittlerweile auf eine über zehnjährige Geschichte zurückblicken. 2009 wurde die Geothermische Kraftwerksgesellschaft Traunreut mbH (GKT) gegründet und zwei Jahre später dann ein Wärmeliefervertrag mit den Traunreuter Stadtwerken abgeschlossen. Nach dem Bohrplatzbau fanden zwischen 2012 und 2014 die Bohrungen und der Bau einer Fernwärmeübergabestation statt. Seit Februar 2014 wird die Fernwärme in das Fernwärmenetz der Stadtwerke Traunreut eingespeist und erreicht dadurch sowohl private Haushalte, als auch die Industriekunden in Traunreut. Die Anlage ist so ausgelegt, dass eine maximale Leistung von zwölf Megawatt thermisch erzeugt werden kann.

Zusätzlich wurde auch ein Kraftwerk zur Stromerzeugung mit einer Leistung von bis zu fünf Megawatt elektrisch errichtet. Seit 2016 wird der nachhaltig erzeugte Strom ins allgemeine Stromnetz eingespeist.

ga