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Sophia Guske aus Übersee schaffte die Traumnote 1,0

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Schulleiter Günther Miller (von links) mit den besten Abschlussschülern der Achental-Realschule – sie haben einen Notendurchschnitt unter 1,5: Theresa Hörterer, Anna Maria Meier, Beatrice Paschen, Fabian Lein, Sophia Guske und Julia Schmelz. (Foto: Giesen)

Marquartstein – Guten Grund zu feiern gab es bei der fröhlichen Abschlussfeier der Achental-Realschule in der voll besetzten Aula. Alle 89 Schüler aus vier zehnten Klassen haben ihr Ziel erreicht und erhielten das Zeugnis der Mittleren Reife unter dem Beifall von Eltern, Großeltern und Freunden.


16 Schüler haben eine Eins vor dem Komma. Allerbeste Schülerin mit der Traumnote von 1,0 – eine besonders seltene Leistung – ist Sophia Guske aus Übersee, die von Schulleiter Günther Miller einen großen Sommerstrauß überreicht bekam. Die weiteren Schulbesten mit einem Notendurchschnitt von unter 1,5 sind Theresa Hörterer, Julia Schmeln und Fabian Lein jeweils mit 1,27 sowie Anna Maria Meier und Beatrice Janine Paschen mit jeweils 1,45.

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Je nach ihren Wahlfächern waren die Abschlussklassen ganz unterschiedlich stark mit nur 14 Schülern in der 10 d, aber 29 Schülern in 10 c, 27 Schülern in der 10 b und 19 in der 10 a, eine reine Bubenklasse. Schulleiter Miller überreichte die Zeugnisse mit den jeweiligen Klasslehrern.

In seiner Ansprache sprach der Rektor besonders das Thema der Digitalisierung an. Sie sei immer weiter auf dem Vormarsch, ob man das wolle oder nicht. Auf jeden Fall hänge ihr Nutzen oder Schaden davon ab, was der Einzelne daraus mache. Ständige Erreichbarkeit könne durchaus ein Vorteil sein, könne aber auch zum Zwang werden. Es liege ganz allein in der persönlichen Verantwortung des Einzelnen, wie er das Handy nutze – W-LAN-Netze ließen sich abends oder zu Hause, durchaus auch mal abstellen, stellte Miller fest.

Er appellierte weiter an die Schüler, bei all den vielen verschiedenen Nachrichten im Netz, sich nicht von Spinnereien, Manipulationen und Gerüchten überrennen zu lassen, sondern den eigenen gesunden Menschenverstand zu benutzen. »Nehmt euch Zeit nachzudenken«, so der Rektor. Wenn es den Absolventen gelinge, verantwortungsvoll mit den erworbenen Kompetenzen und all dem Wissen umzugehen, werde auch der nächste Lebensabschnitt gelingen, so der Schulleiter.

Für den Elternbeirat gratulierte die Vorsitzende Birgit Niklas den Schülern. »Habt keine Angst vor Fehlern«, gab sie den Scheidenden mit auf den Weg. »Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitermachen, nicht verstecken – probiert es aus.« Sie ermutigte die Absolventen, an sich zu glauben, denn dann sei vieles einfacher.

Eine humorvolle Rede für die Schüler hielt Schülersprecher Stephan Wurbs, dem sich Franziska Niklas mit herzlichen Dankesworten an alle Lehrer, Schulleitung und Hauspersonal anschloss. Auch die Klassensprecher aller vier zehnten Klassen richteten kurze Dankesworte an die Lehrer, die sie durch viele Höhen und Tiefen begleitet hatten. Vom Elternbeirat besonders geehrt wurden anschließend Sonja Plangger und Stephan Wurbs, die sich seit der siebten Klasse im Sanitätsdienst für das Schulleben eingesetzt hatten.

Eine besondere Note bekam die Feier durch die abwechslungsreiche musikalische Gestaltung durch Schüler aus den verschiedensten Klassenstufen. Angefangen von der »Ode an die Freude« von Beethoven mit Posaune (Christoph Gschoßmann) und Klavier (Christian Höffner) über gekonnte volksmusikalische Darbietungen auf der Ziach und Einlagen der Nachwuchsplattler aus der fünften Klasse bis hin zu den gelungenen Gesangseinlagen von älteren Schülerinnen, so Celin von Reppert, Johanna Mross und Felicitas Höffner.

Der Abschlussfeier war ein feierlicher ökumenischer Gottesdienst vorausgegangen, der von den Religionslehrern der Schule, Diakon Heiko Jung und Johannes Notter sowie Diakon Michael Soergel, in der katholischen Kirche gemeinsam gestaltet worden war. Anschließend gab es einen Stehempfang für alle Gäste mit nicht-alkoholischen Getränken und Häppchen, die die Schüler der neunten Klasse im Fach Haushalt und Ernährung mit ihren Lehrerinnen vorbereitet hatten. Den krönenden Abschluss der Feierlichkeiten bildete der traditionelle Abschlussball, der heuer in der Festhalle Hohenaschau stattfand. gi