weather-image

»Sorgen und Anliegen ernst nehmen«

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Wolfgang Osenstätter

Traunstein. Wolfgang Osenstätter (CSU) ist 51 Jahre alt und wohnt in Kammer. Der Schreinermeister ist verheiratet und hat zwei Kinder.


Wieso wollen Sie Oberbürgermeister der Stadt Traunstein werden?

Anzeige

Ich arbeite seit zwölf Jahren im Stadtrat, dadurch habe ich viele wichtige Entscheidungen aktiv mitbewegt. Aus meinem Berufsleben weiß ich, wie wichtig Teamarbeit und gegenseitiges Vertrauen für einen Erfolg sind. Auf die Menschen zugehen und ihre Sorgen und Anliegen ernst zu nehmen, ist mir wichtig. Diese Eigenschaften sind meiner Meinung nach in den letzten Jahren gegenüber dem Stadtrat, den Mitarbeitern – und auch gegenüber dem Bürger mehr und mehr abhandengekommen. Bürokratie und Besserwisserei sind für ein Miteinander nicht förderlich. Das will ich ändern und für ein entspanntes Klima in der Verwaltung und zwischen den Mandatsträgern sorgen.

Welches Problem in Traunstein wollen Sie als erstes angehen, wenn Sie zum Oberbürgermeister gewählt werden?

Eine Festlegung von Zielen für die nächsten sechs Jahre! Ein » Masterplan« mit konkreten Vorgaben und Zuständigkeiten wurde bis jetzt nur unzureichend vorgenommen. Das will ich nachholen. Themen sind unter anderem das Bahnhofsgelände, die Leerstände von Geschäften in der Innenstadt und ein Management für Kultur.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Stadt?

Besonders gefällt mir, dass alle Stadtteile gut integriert sind und gleich behandelt werden. Das will ich auch in Zukunft fördern. Die Feuerwehren, Vereine, Schulen und Kindergärten in den einzelnen Ortsteilen müssen gleichrangig unterstützt werden.

Wie würde Sie ein sehr guter Freund/Ihre Frau beschreiben?

Auf den kann man sich verlassen.

Welche starken Eigenschaften haben Sie? Wo liegen Ihre Schwächen?

Meine Stärken sind Geradlinigkeit, Durchsetzungsvermögen, Teamgeist, zuhören können und Kompromissfähigkeit.

Meine Schwäche ist meine Ungeduld. Etwas mehr Geduld würde nicht schaden, manche Dinge dauern mir einfach zu lange.

Wie wollen Sie verhindern, dass die Innenstadt ausblutet, wenn im Außenbereich immer mehr Gewerbegebiete ausgewiesen werden?

Die Probleme in der Innenstadt hängen nicht nur von Gewerbeflächen im Außenbereich ab. Das wäre zu kurz gesprungen! Denken Sie alleine an den Internethandel, dieser hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen und wird weiter wachsen. Zudem können nicht alle Betriebe im Zentrum angesiedelt werden, ein Aldi oder eine Druckerei in der Marienstraße sind – sowohl für den Unternehmer, als auch für den Kunden – nicht mehr vorstellbar! Die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt muss verbessert werden. Barrierefreiheit, eine Neugestaltung des Christkindlmarktes sowie eine Umgestaltung verschiedener Straßenzüge (zum Beispiel Ludwigstraße) mit ausreichend Parkplätzen müssen angegangen werden.