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»Späte Leidenschaft«

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Christine Rudholzner zeigt ihre abstrakten Werke noch bis morgen Donnerstag in der Grassauer Touristinformation. Hier steht sie vor den Bildern mit dem Titel »Abbruch rot«. (Foto: Eder)

Christine Rudholzner ist in Grassau aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nun hat sie ihren Lebensmittelpunkt in Trostberg. Die gebürtige Grassauerin kam jetzt zurück, um in ihrer Heimatgemeinde ihre Werke zu präsentieren. Die über 100 Aquarelle und Acrylbilder sind nur noch bis zum morgigen Donnerstag täglich von 14 bis 18 Uhr im Galerieraum der Tourist-Information zu sehen.


Als Christl Georg war Rudholzner früher in Grassau bekannt. Als Kind habe sie viel gemalt, informierte sie während der gut besuchten Vernissage und berichtete, dass der Zeichenblock dann mit 14 Jahren in die Schublade gewandert sei. Dort verharrte dieser vier Jahrzehnte. Erst durch ein schweres Augenleiden wuchs der Wunsch zu malen. Als dann erneut eine Augenkrise kam, begann sie zu malen und zwar so, als müsste sie vier Jahrzehnte nachholen. So entstand ihre »späte Leidenschaft«, die Malerei.

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Die Anzahl der Bilder sprengte bald den Platz im Wohnzimmer, so dass sie sich entschied, ihre Kunst einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sie plante die erste Ausstellung in Trostberg vor einem Jahr und diese wurde ein Erfolg. Im Herbst letzten Jahres wuchs dann die Idee, auch in ihrer Heimatgemeinde Grassau auszustellen. Ihre Bilder habe sie in vier Gruppen eingeteilt. Zuerst die »Augenbilder«, dann die Acrylbilder, wobei sie mit Formen und Farben spielte. Die dritte Gruppe seien die Reise-erinnerungen und ihre neueste Leidenschaft seien Schieferbilder.

Bürgermeister Rudi Jantke gratulierte Christine Rudholzner zu ihrer »späten Leidenschaft« und freute sich, dass sie auch zu ihren Wurzeln zurückgefunden habe. Er verstehe zwar nichts von Kunst, gestand der Rathauschef, wohl wisse er aber, ihm gefallen Rudholzners Bilder, zumal er stark auf Farben reagiere.

Die über 100 Bilder überzeugen durch ihre starke Farb- und Formgebung. Christine Rudholzner bedient sich vor allem warmer Farben, die den Werken einen besonders Ausdruck und Tiefe verleihen. Sie verzichtet auf eine besondere Bezeichnung, schließlich soll die Fantasie der Betrachter nicht beeinträchtigt werden. Auch wenn es größtenteils abstrakte Bilder sind, so verbindet sie dennoch mit jedem Werk ein Erlebnis, etwas Gesehenes oder Erfahrenes.

Die kurze Ausstellung ist noch bis zum morgigen Donnerstag von 14 bis 18 Uhr zu sehen. Die Künstlerin wird immer persönlich anwesend sein. Tamara Eder

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