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Später Jubel: Olic rettet Wolfsburg 1:1 in Hoffenheim

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1899 Hoffenheim - VfL Wolfsburg
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Der Hoffenheimer Adam Szalai (r) kämpft mit dem Wolfsburger Naldo um den Ball. Foto: Uwe Anspach Foto: dpa

Sinsheim (dpa) - Der VW-Club VfL Wolfsburg kommt in der Fußball-Bundesliga weiter nur mühsam in die Gänge und muss sich nun auch in der Europa League erstmal finden.


Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking erreichte dank eines Treffers von Ivica Olic in der 89. Minute gerade noch ein 1:1 (0:0) bei 1899 Hoffenheim und wartet nach drei Spieltagen weiter auf den ersten Sieg. «Ich lasse mich nicht in Panik versetzen», betonte jedoch Geschäftsführer Klaus Allofs. Die Wolfsburger legten nur eine mäßige Generalprobe für den Start auf der internationalen Bühne am Donnerstag beim FC Everton hin.

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Anthony Modeste (56.) hatte vor 23 813 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena die Führung für die Kraichgauer erzielt, die ungeschlagen bleiben. Wolfsburgs Josuha Guilavogui sah in der Nachspielzeit noch Gelb-Rot. «Wir sind noch nicht bei 100 Prozent», räumte Hecking vor der «Riesenherausforderung» in Everton ein.

Der deutsche Meister von 2009 nutzte die Schlussphase, als Hoffenheims Abwehrchef Ermin Bicakcic nur noch angeschlagen über den Rasen humpelte und die Kraichgauer nicht mehr wechseln konnten. «Das war eine außergewöhnliche Situation, da mussten wir eine gravierende Umstellung machen», erklärte 1899-Trainer Markus Gisdol. Bicakcic fällt mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel möglicherweise länger aus. Auch Sejad Salihovic (Fleischwunde) ist vor dem Derby am nächsten Samstag beim VfB Stuttgart verletzt.

Bei den Niedersachsen hütete Diego Benaglio nach überstandener Virusinfektion wieder das Tor. Der Schweizer bekam in einer munteren Partie gleich zu Beginn ordentlich zu tun gegen angriffsfreudige Hoffenheimer, bei denen Modeste für Kevin Volland (Trainingsrückstand nach Rückenbeschwerden) stürmte.

Salihovic hatte die erste Chance nach herrlichem Zuspiel von Modeste und scheiterte in der 8. Minute an Benaglio. Die Anfangsoffensive der Gastgeber aber war nach einer Viertelstunde fast schon verpufft. Im Laufe der ersten Halbzeit musste sich die TSG immer mehr das Spiel des Gegners aufdrängen lassen.

Mit energischen Einzelleistungen brachten sich Daniel Caligiuri (17.), Kevin de Bruyne (25.), Olic (30.) und Junior Malanda (33.) in vielversprechende Schusspositionen und die TSG in Schwierigkeiten. Pechvogel Malanda gehörte trotz seiner peinlichen Fehlschüsse beim FC Bayern und gegen Frankfurt zur Anfangsformation, ebenso wie der zuletzt formschwache brasilianische Nationalspieler und Ex-Hoffenheimer Luiz Gustavo.

Gas geben hieß es für die Hoffenheimer auch nach Wiederanpfiff. Mit einem gefährlichen Kopfball von Torjäger Roberto Firmino meldete sich die TSG zurück - Maximilian Arnold rettete auf der Torlinie. Ausgerechnet der zuvor meist unglücklich agierende Modeste war dann bei einem abgefälschten Schuss von Kapitän Andreas Beck zur Stelle und bugsierte das Leder zum 1:0 ins Netz.

Das war bitter für die bis dahin überzeugenden Gäste. Zumal de Bruyne wenige Minuten später frei vor Torhüter Oliver Baumann den Ball übers Tor schoss. So brachte Hecking in Aaron Hunt einen weiteren Offensivmann, auf der Gegenseite kam Volland ins Spiel. Der clevere Olic fand dann die Lücke zum Ausgleich. Allerdings durfte sich Wolfsburg am Ende bei Sebastian Jung bedanken, der Sekunden vor dem Abpfiff auf der Torlinie bei einem Beck-Kopfball das Unentschieden rettete.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 45 - 55

Torschüsse: 14 - 22

gew. Zweikämpfe in %: 52,6 - 47,4

Fouls: 17 - 17

Ecken: 4 - 7

Quelle: optasports.com