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Spaniens U 21 überragend - Hrubesch: »Können mithalten«

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Auf Augenhöhe
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Der Spanier Francisco Alarcon «Isco» (l) wird von Kevin Volland attackiert. Foto: Nacho Gallego Foto: dpa

Palencia (dpa) - Selbst die erste Pleite mit seinem neuen U 21-Team stimmte Horst Hrubesch zuversichtlich. »Ich bin mit diesem Test hochzufrieden.


Die Spieler haben gemerkt, dass sie auf diesem Level mithalten können«, befand der DFB-Coach nach dem 0:2 (0:0) beim viermaligen Europameister Spanien im ersten Länderspiel des Jahres. Damit musste die zuvor in sieben Spielen seit Saisonbeginn unbesiegte deutsche Junioren-Elf zwar die erste Niederlage unter Hrubesch hinnehmen, doch ließ gegen die beste U 21-Mannschaft des Kontinents phasenweise auch gute Ansätze erkennen. »Das müssen wir nur über 90 Minuten zeigen«, meinte Torhüter Bernd Leno.

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Die mit den Jungstars Isco und Alvaro Morata von Real Madrid gespickte spanische Elf zeigte vor 8000 Besuchern in Palencia eine über weite Strecken hervorragende Leistung und kam durch die Treffer der beiden überragenden Spieler innerhalb von 70 Sekunden zum Sieg. »Das ist ärgerlich, weil ich auch beim ersten Gegentor unglücklich aussah«, sagte der Leverkusener Leno. »Da ist es natürlich schwer gegen eine spielerisch so starke Mannschaft zurückzukommen.«

Hrubesch sprach von einer wichtigen Erfahrung für sein Team. »Wir sind ja nicht so vermessen zu sagen, wir gewinnen von vornherein. Wir haben die Mannschaft drei Monate nicht gesehen und hatten nur eine Trainingseinheit vor dem Spiel.« Immerhin hatte er trotz einiger Ausfälle auch wieder wichtige Spieler dabei, die zuletzt fehlten - wie etwa Kapitän Kevin Volland. Der hatte allerdings zwei Tage zuvor noch 90 anstrengende Bundesligaminuten absolviert. »Das habe ich schon nach zehn Minuten gemerkt, dass das Spiel noch in den Knochen ist«, sagte Hoffenheims Jungprofi.

Für den DFB-Coach war wichtig, dass sich seine Mannschaft in einer schwierigen Vorbereitungsphase überhaupt mit einem solchen »Hochkaräter« messen konnte. Denn vor den beiden abschließenden und entscheidenden Heimspielen in der EM-Qualifikation am 5. und 9. September gegen Irland und Rumänien hat Hrubesch keine Gelegenheit mehr zu testen. Lediglich ein Lehrgang rund um das Pokalfinale in Berlin steht vorher noch auf dem Programm.

Im Oktober finden dann die beiden Playoff-Spiele zur Qualifikation für die EM-Endrunde 2015 in Tschechien statt, im November sind noch zwei Testspiele geplant. Hrubesch weiß, dass sein Team im Falle des wahrscheinlichen Playoff-Einzugs mächtig gefordert ist. »In der Qualifikation hatten wir bislang Gegner, gegen die wir uns durchsetzen mussten, in den Playoffs sind die Chancen 50:50 - egal gegen wen du spielst. Da heißt es nur noch: Sekt oder Selters.«