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Spannende Aufnahmen dank Kamera-Wal

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Kamera-Wal
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Eine Kamera auf dem Rücken: So konnten Forscher diesen Zwergwal begleiten. Foto: Chris Johnson/WWF Ausptralien Foto: dpa

Anmutig taucht der Zwergwal unter den Eisschollen hinweg. Als Zuschauer fühlt man sich, als säße man auf dem Rücken des Säugetiers. Für die seltenen Aufnahmen musste aber kein Mensch auf dem Wal Platz nehmen.


Wissenschaftlern war es gelungen, den Zwergwal mit einer Kamera auszustatten. Diese hatten sie mit einer langen Stange von ihrem Schlauchboot aus auf den Rücken des Tieres gesetzt. Und so den Zwergwal in einen Kamera-Wal verwandelt.

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Auf diese Weise konnten die Forscher den Wal bei seinen Tauchgängen in der Antarktis verfolgen. Zwergwale werden auch Minkwale genannt. Für einen Zwerg sind sie aber ziemlich groß: Die Tiere können ungefähr zehn Meter lang werden und wiegen bis zu zehn Tonnen, also etwa doppelt so viel wie ein Elefant.

Zwergwale halten sich gern zwischen Eisschollen auf. Dort können sie sich vor größeren Orcas verstecken, die die Zwergwale jagen. »Das ist ein großer Glücksfall, so nah an ein solches Tier heranzukommen«, erklärt ein Fachmann. »Die Filmaufnahmen haben geholfen, den kaum erforschten Minkwal besser zu verstehen.«

Der Film zeigt, wie der Wal in kurzer Zeit große Mengen Krill verschlingt. Das sind kleine Krebstiere, von denen sich viele Wale ernähren. »In dem Video schnappte der Wal alle paar Sekunden nach Krill«, sagt der Experte. Größere Wale würden sich sehr viel mehr Zeit beim Fressen lassen.

Seine Kamera hat der Kamera-Wal übrigens nach kurzer Zeit wieder verloren. Bis dahin klebte das Gerät mit Saugnäpfen an dem Wal wie ein Pflaster. Über einen Peilsender konnten die Forscher die Kamera später wieder aus dem Wasser fischen.

Bericht und Video des WWF