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Spannung bis zum Schluss

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Christoph Graßl (r.) besiegt Michael Klouceck. Foto: Anzeiger/Waßmuth

Berchtesgaden – Die Ringer des TSV Berchtesgaden holten am achten Kampftag gegen den SC Anger ein 18:18-Unentschieden. Abteilungsleiter Hans Labacher lobte seine Staffel für einen neuerlich starken Kampf, dem SC Anger machte Labacher das Kompliment, fair aufgestellt angetreten zu sein. Denn Anger hätte auch die Möglichkeit, seine zweite Mannschaft mit Kräften aus der Ersten zu verstärken.


Lukas Laue (G 55) ließ in seiner weniger geliebten Ringart griechisch-römisch seinem Gegenüber Andreas Bauer keine Chance und besiegte diesen technisch überlegen mit 13:2.

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Dem guten Kampf schloss sich Hans Preinfalk (F 120) an, der eine Gewichtsklasse höher als sonst angetreten war. Nach verhaltenem Beginn rang Preinfalk den weitaus schwereren Angerer mit 6:0 Punkten nieder. So führte der TSV nach zwei Kämpfen wie erwartet mit 7:0.

Etwas mehr als eine klare Punktniederlage von Sebastian Hillebrand hätten sich die gut 300 Zuschauer von Sebastian Hillebrand (F 60) gegen den Junior Matthias Eckart erwartet. So aber war der ungleiche Kampf nach 5:19 Minuten zu Ende und Anger verkürzte auf 4:7.

Florian Maltan (G 96), der aus Ausbildungsgründen wenig zum Trainieren kommt, stellte sich dennoch in den Mannschaftsdienst und dominierte die erste Runde. Danach zollte der Berchtesgadener jedoch seinem Trainingsrückstand Tribut und unterlag gegen den stark kämpfenden Josef Abler klar. So ging der SC Anger erstmals an einem weiteren dramatischen Ringsportabend in Führung.

Korbinian Hillebrand (G 66 A) verkaufte sich gegen Michael Steinbrecher gut und ließ nur drei Punkte seines Gegners zu. Dennoch führte der Gast in der Ringpause mit 10:7.

Im ersten Kampf nach der Pause bekam es Andreas Pfnür (F 84 B) mit dem starken Dennis Baumgartner zu schaffen. Der Mann vom SC Anger ist klein und ein absolutes Kraftpaket. Dennoch rettete Pfnür in einem Kampf auf Biegen und Brechen 2:1 Punkte, die Berchtesgaden auf 9:11 herankommen ließen.

Christoph Graßl (F 66 B) zog wieder einmal alle Register seines Könnens und wies Michael Klouceck recht deutlich in die Schranken. Der sehr schnelle und flinke Graßl agiert oft sehr frech und risikoreich, was auch Klouceck zum Verhängnis wurde. Berchtesgaden übernahm im siebten Kampf des Abends wieder die Mannschaftsführung.

Eine Sekunde vor Ende der ersten Runde stand die Halle beim Kampf Sebastian Schöndorfer (G 84 A) gegen Mathias Edfelder Kopf. Schöndorfer, der wenig Zeit zum Trainieren hat, lag zwar in der ersten Runde mit 6:1 voran. Gleichwohl wusste er, dass in Runde zwei die Vorteile bei Edfelder liegen würden. Und so setzte Schöndorfer Sekunden vor Ende der ersten Runde alles auf eine Karte und stach sein Gegenüber mit einem klassisch angesetzten Kopfzug aus. Berchtesgaden führte zwei Runde vor dem Ende mit 17:11.

Florian Rehlegger (G 74 A) trainierte sehr viel ab und verlor durch den hohen Gewichtsverlust zu viel Substanz. Dies nützte Sebastian Bethke zu einem überlegenen Punktsieg, der Anger auf 15:17 heranbrachte.

Jetzt kam alles auf Andreas Hillebrand (F 74 B) an, der es mit Benedikt Argstatter zu schaffen bekam. Als Hillebrand wie erwartet mit 4:2 führte, glaubte man sowohl am Kampfrichtertisch wie auch auf den Zuschauerrängen an den unerwarteten Erfolg des TSV Berchtesgaden. Doch Argstatter wuchs über sich hinaus und siegte in einem äußerst engen und intensiven Kampf deutlich mit 14:6. »Kompliment an Argstatter, der seiner Staffel das Unentschieden gerettet und fast noch den Mannschaftserfolg sichergestellt hätte«, erklärte Abteilungsleiter Hans Labacher nach dem Kampf. Christian Wechslinger