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Spannung zwischen Semmeln und Kaffee

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Die 58-jährige Sabine Kornbichler stellte ihren neuesten Krimi »Das böse Kind« während des Krimifrühstücks, veranstaltet von der Grassauer Bücherei im kleinen Heftersaal, vor. Viele Fragen wurden an die in München lebende Bestsellerautorin gestellt. (Foto: Eder)

Beim Krimifrühstück kamen die Liebhaber eines guten Krimis wie auch die Gourmets voll auf ihre Kosten. Das Büchereiteam hatte die Veranstaltung im kleinen Heftersaal organisiert. Für Spannung sorgte die Autorin Sabine Kornbichler, die ihren neuesten Roman »Das böse Kind« vorstellte.


Zunächst stellte Kornbichler die Protagonistin ihres neuen Romans, die Nachlassverwalterin Kristina Mahlo, vor, die als Anwältin einer Toten nach möglichen Erben suchen soll. Eine junge Frau, die mitten in einer Unterhaltung panisch auf die Straße lief und überfahren wurde, stellt sie vor einige Rätsel. Parallelen erkennt die Nachlassverwalterin mit einem früheren Fall, als sie die Tagebücher einer Verstorbenen las und dabei auf rätselhafte Ereignisse stieß. Sowohl bei der jungen Verstorbenen wie auch bei der älteren Dame kommt immer wieder ein mysteriöses Steinmännchen zum Vorschein. Bei ihrer mühsamen Recherche stößt die junge Erbenermittlerin an ihre eigenen Grenzen.

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Gefragt, warum sie als Protagonistin für ihren Krimi eine Nachlassverwalterin gewählt habe, erzählte Sabine Kornbichler, dass sie einer Dame mit diesem Beruf begegnet sei und diese von ihrer Arbeit erzählt habe. Sie durfte die Dame dann auch begleiten und konnte vieles lernen. Diese Nachlassverwalterin wurde dann auch zur Beraterin unter der Grundbedingung, dass der Beruf ernst genommen werde und die Hauptperson nichts Illegales unternimmt. Ihr, so Kornbichler, sei eine völlig neue Welt eröffnet worden.

Auch zur Idee mit den Steinmännchen gab Kornbichler Auskunft, denn sie selbst habe viele dieser Steinmännchen in ihrem Garten und fragte sich eines Tages, was wäre, wenn hier ein zusätzliches, ihr unbekanntes Steinmännchen stehe. Ein Zuhörer wusste, dass die Autorin gerne Tatortkrimis sieht und fragte, ob sie auch hier neue Ideen gewinne. Beim Ansehen von Krimis sei sie ausschließlich Konsumentin und nicht Krimiautorin, so Kornbichler. Die erste Fassung eines Romans dürfe, so antwortete sie, eine Freundin, die Psychologin sei, lesen. Diese überprüfe dann, ob die Personen nach dem geschilderten Charakter auch so agieren würden. An eine Fortsetzung ihres Dauerbrenners »Klaras Haus« denke sie nicht. Sie würde dabei vielleicht die Erwartungen nicht erfüllen und manche Bücher sollten als Solitär stehen.

Caroline Zeisberger, Leiterin der Grassauer Bücherei, erinnerte zum Abschluss an die nächsten Veranstaltungen, darunter die humoristische Lesung am Unsinnigen Donnerstag, 4. Februar, um 20 Uhr in der Bücherei Grassau. Tamara Eder